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Martin Kaymer gewann vor zehn Jahren die PGA Championship
Martin Kaymer gewann vor zehn Jahren die PGA Championship © Imago
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Martin Kaymer gewann im August 2010 sein erstes Major-Turnier. Nach dem Triumph bei der PGA Championship lässt der Deutsche weitere Großtaten folgen.

Martin Kaymer kann von Stolz erfüllt sein, wenn er auf diesen Moment zurückblickt.

Am 15. August 2010 fand seine Metamorphose statt, aus dem deutschen Spitzengolfer Kaymer wurde ein Major-Champion, der zweite deutsche nach Bernhard Langer. "Ich kann das noch gar nicht fassen. Ich habe Gänsehaut, wenn ich nur darüber spreche", sagte der damals 25-Jährige nach seinem Triumph in Wisconsin.

Krimisieg im Stechen gegen Watson 

Minuten zuvor hatte der junge Deutsche im Nervenspiel eiskalt zugeschlagen. Gemeinsam mit US-Star Bubba Watson musste Kaymer nach 277 Schlägen ins Stechen. Das ging über die Löcher 10, 17 und 18, und es begann schlecht für ihn. Watson ging mit einem Birdie in Führung, Kaymer glich an der 17. mit einem Birdie aus. An der 18, einem Par-4-Loch, wurde Watson Opfer seiner aggressiven Strategie und gab den Titel mit einem Doppel-Bogey aus der Hand. Kaymer reichte ein Bogey zum großen Sieg.

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Der Erfolg kam damals überraschend, auch für sein eigenes Umfeld. "Es hatte sich angedeutet, dass es in die richtige Richtung geht", sagte sein Trainer Günter Kessler damals im SPORT1-Interview: "Sein Auftritt war eine tolle Leistung, mit der man zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt rechnen konnte."

Grundsätzlich jedoch sei absehbar gewesen, was in Kaymer steckte, den Kessler als "sehr fokussiert" und als "Musterschüler" umschrieb: "Ein optimaler Typ für den Leistungssport. Als Spieler setzt er genau das um, was man als Lehrer verlangt."

Kaymer gewinnt Ryder Cup und wird Nummer eins

Kaymer, geboren am 28. Dezember 1984 in Düsseldorf, hätte sich wohl kaum träumen lassen, was er mit seinem Coup von Kohler alles lostrat: Zwei Monate später gewann er mit dem europäischen Team erstmals den Ryder Cup gegen die USA, weitere vier Monate später wurde er ebenfalls als zweiter Deutscher nach Langer die Nummer eins der Weltrangliste. Acht Wochen dauerte seine Regentschaft, es sollte bislang seine einzige bleiben.

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Auf der Major-Bühne aber schlug er nochmal zu, irgendwie sogar zweimal. Denn der Sieg im Mai 2014 bei der Players Championship hat die Qualität eines Major-Erfolges, ist sie doch besser besetzt als beispielsweise das US Masters. Die Players wird daher auch das fünfte Major genannt. Den zweiten "echten" Triumph ließ er im Juni folgen. Bei der US Open in Pinehurst/North Carolina holte er sich mit acht Schlägen Vorsprung den Sieg.

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Jener Erfolg ist der bislang letzte Toursieg von Martin Kaymer. Es ist inzwischen ruhiger geworden um den Rheinländer. Seit Jahren versucht er, wieder den Anschluss nach oben zu finden. Im Ranking ist er jenseits der Top 100 abgerutscht. Die Hoffnung aber hat er nicht aufgegeben. "Ich weiß, dass ich es noch kann. Ich muss mein Spiel über vier Runden zusammenbringen", sagt Kaymer. Schafft er das, ist noch einiges von ihm zu erwarten.

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