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Stefan Kretzschmar glaubt, dass Alexander Peterssons Löwen in Flensburg ein harter Gang bevorsteht
Stefan Kretzschmar glaubt, dass Alexander Peterssons Löwen in Flensburg ein harter Gang bevorsteht © Imago
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SPORT1-Kolumnist Stefan Kretzschmar begründet, warum Spitzenreiter Mannheim bei der SG (20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) Außenseiter ist. Das Titelrennen sei aber ein Vierkampf.

Hallo Handball-Fans,

egal wie das Spitzenspiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Rhein-Neckar Löwen (20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) ausgeht: Eine Vorentscheidung im Kampf um den Titel kann in dieser Partie noch nicht fallen, auch wenn die Löwen theoretisch mit einem Sieg ihre Tabellenführung auf fünf Punkte ausbauen könnten.

In den Kampf um die deutsche Meisterschaft sind neben den Löwen und Flensburg auch Kiel und Melsungen involviert.

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Die Löwen sind zwar bislang das Maß der Dinge in der DKB HBL. Aber ich glaube, dass die Flensburger aufgrund ihres gestiegenen Selbstvertrauens und ihres Heimvorteils der leichte Favorit sind.

Der THW Kiel richtet seine Mannschaft bereits jetzt für die Zukunft neu aus. Das ist nicht nur auf der Torwart-Position zu beobachten, sondern mit dem Wechsel von Dominik Klein nach Nantes jetzt auch auf Linksaußen. Dafür holen die Kieler ja - wie am Mittwoch bestätigt - den Gummersbacher Raul Santos.

Ich kann die perspektivische Planung des THW da schon nachvollziehen. Sie möchten nach wie vor jede Position doppelt gut besetzen. Natürlich wäre es möglich gewesen, Dominik noch ein Jahr Vertrag zu geben. Darüber hinaus will man sich aber mit Santos sicherlich zukunftsorientierter aufstellen, was die Vertragslaufzeit bis 2019 belegt.

Er kann noch sehr viele Jahre auf hohem Niveau spielen. Mit Rune Dahmke und Santos haben sie natürlich eine hervorragende Linksaußen-Besetzung.

Kleins neuer Verein Nantes ist nicht vergleichbar mit Paris St. Germain. In Paris kann man derzeit sicherlich mit Abstand das meiste Geld verdienen. Dort holt man sich eine Weltauswahl zusammen. Aber auch in Nantes kann man gut verdienen. Ich glaube, Dominik hat ein gutes Angebot bekommen. Er ist ja mit seinen 31 Jahren mittlerweile auch nicht mehr der Jüngste.

Die französische Liga ist bestimmt nicht überragend gut. Da kann man sich schon mal die eine oder andere Auszeit nehmen und die Kräfte besser einteilen. Für Klein ist es aber noch mal eine Herausforderung, das Abenteuer im Ausland zu suchen und sich dort auch persönlich weiterzuentwickeln.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Kretzsche

Stefan Kretzschmar, 42, ist seit 2009 als Experte und Co-Kommentator das Handball-Gesicht von SPORT1. Der neben Heiner Brand wohl bekannteste deutsche Handballer hat in 218 Länderspielen 817 Tore für den DHB erzielt, gewann unter anderem Olympia-Silber in Athen 2004. In der Bundesliga war der ehemalige Weltklasse-Linksaußen für den SC Dynamo Berlin, Blau-Weiß Spandau, den VfL Gummersbach und zuletzt den SC Magdeburg aktiv, mit dem er 2002 die Champions League gewann. Bei SPORT1.de analysiert "Kretzsche" wöchentlich in seiner Kolumne das Handball-Geschehen.

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