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Slovenia v Germany - EHF Euro Croatia 2018
Slovenia v Germany - EHF Euro Croatia 2018 © Getty Images
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Das DHB-Team sieht gegen Slowenien wie der sichere Verlierer aus. Eine irre Videoentscheidung rettet dem Titelverteidiger aber einen Punkt. SPORT1 erklärt die Szene.

Die deutschen Spieler lagen schon am Boden, trauerten dem vermeintlich verpassten Comeback gegen Slowenien hinterher. Einen 10:15-Rückstand zur Pause hatten die "Bad Boys" im zweiten Durchgang aufgeholt.

Doch dann der Dämpfer: Blaz Janc traf sieben Sekunden vor Schluss zum 25:24 für den WM-Dritten. Die Niederlage schien besiegelt.

Aber es folgte eine erneute - historische - Wende: Der geschlagene DHB-Torhüter Silvio Heinevetter war wenige Augenblicke nach dem Abpfiff einer der ersten, der die litauischen Schiedsrichter auf einen Regelverstoß der Slowenen nach Janc' Führungstreffer hinwies.

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Slowenien kündigt Protest an

Gleich drei slowenische Verteidiger hatten sich Paul Drux beim Versuch des unmittelbaren Anwurfs nach dem Tor, der so genannten schnellen Mitte, in den Weg gestellt, hielten aber den nötigen Abstand nicht ein.

Die Entscheidung der Schiedsrichter: Strafwurf. Doch die Beurteilung der Szene ist äußerst kompliziert.

Sollte die schnelle Mitte wegen der regelwidrigen slowenischen Behinderung erst gar nicht angepfiffen worden sein, weil die Schiedsrichter eine Verhinderung erkannten, wäre Strafwurf und Rot die richtige Konsequenz.

Sollte Drux' Anwurf vor Ablauf der Spielzeit allerdings freigegeben worden sein, obwohl die slowenischen Verteidiger den nötigen Abstand nicht eingehalten haben, hätten die Schiedsrichter wohl eher auf 2-Minuten-Zeitstrafe und Freiwurf wegen eines Abstandsvergehens entscheiden müssen.

Deswegen kündigte der slowenische Verband am Montagabend auch Protest gegen die Wertung des Spiels an.

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Grobe Unsportlichkeiten härter sanktionieren

Die Regel, die der Video-Entscheidung zu Grunde liegt, wurde vor wenigen Jahren ins Handball-Regelwerk aufgenommen, um nach Aufkommen der schnellen Mitte grobe Unsportlichkeiten in der Schlussphase härter zu sanktionieren.

In der ursprünglichen Form der Regelung bezog sich die Neuerung sogar auf die letzten 60 Sekunden eines Spiels, später wurde der Zeitraum auf die letzten 30 Sekunden reduziert.

Die Schiedsrichter schauten sich die Szene um Drux minutenlang auf dem Bildschirm an, dann gaben sie Siebenmeter - ein Novum in der Handball-Geschichte, in der der Videobeweis 2015 erstmals bei der WM in Katar getestet worden war.

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