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Nach dem Sieg gegen Weißrussland gilt es für die DHB-Auswahl nun gegen Kroatien nachzulegen. Eine Niederlage würde dabei schon beinahe das Aus bedeuten.

Schlechte Nachrichten vor dem Schlüsselspiel:  

Ohne Kreisläufer Johannes Golla treten die deutschen Handballer zum zweiten EM-Hauptrundenspiel gegen Kroatien an. (Handball-EM: Kroatien - Deutschland, ab 20.30 Uhr im LIVETICKER

Der 22-Jährige vom deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt habe bei der Anfahrt zur Halle über Übelkeit geklagt und zudem kraftlos gewirkt, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Handballbundes (DHB). 

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Man habe sich deshalb entschieden, Golla "umgehend wieder ins Hotel zu bringen, um eine möglichst schnelle Genesung zu ermöglichen".

Golla war vor dem ersten Hauptrundenspiel am Donnerstag gegen Weißrussland (31:23) für den Leipziger Mittelmann Marian Michalczik in den Kader gerückt. Er erzielte zwei Tore und überzeugte außerdem als Aktivposten in der Abwehr.

Schlüsselspiel gegen Kroatien

Doch nach der ersten genommenen Hüde auf dem Weg ins Halbfinale gilt es für die deutscher Handballer auch ohne Golla nachzulegen.

Nach dem souveränen 31:23-Sieg zum Auftakt der Hauptrunde gegen Weißrussland wird die Aufgabe diesmal aber keineswegs leichter, wartet mit Kroatien doch nun ein echtes Schwergewicht auf die Mannschaft von Christian Prokop.

Alle fünf Spiele konnte der Weltmeister von 2003 bislang für sich entscheiden und steht mit 4:0 Punkten aktuell auf dem zweiten Platz der Hauptrundengruppe I, der zur Teilnahme am Halbfinale berechtigen würde. (Tabelle der Handball-EM)

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Mehr noch: Weil Spanien (6 Punkte) am Samstagabend auch gegen Österreich (ebenfalls 2 Punkte wie das DFB-Team) mit 30:26 gewann, hätte sich bei einer deutschen Pleite gegen den noch verlustpunktfreien Mitfavoriten Kroatien der Traum vom Gewinn einer Medaille höchstwahrscheinlich erledigt.

Denn Weißrussland hat dank eines 28:25 gegen das bereits abgeschlagene Tschechien (0) nun ebenfalls 2 Zähler auf dem Konto.   

Kroatien mit Respekt vor Deutschland 

So oder so: Prokop erwartet ohnehin ein deutlich schwereres Spiel als gegen die Weißrussen: "Kroatien wird eine ganz andere Nummer. Sie sind auf dem Niveau wie Spanien. Der Plan war, heute den ersten Schritt zu machen, jetzt bereiten wir uns gut vor. Wir wissen um die Schwere."

Doch auch die Kroaten gehen trotz der besseren Ausgangslage mit großem Respekt in die Partie, wie Domagoj Duvnjak betont. "Deutschland wird ein sehr schweres Spiel für uns. Sie haben eine überragende Mannschaft - eine Weltklassemannschaft. Es kann alles passieren", sagt der Star des THW Kiel.

Kastening und Statistik machen Mut

Hoffnungen machte zuletzt auch die Leistung von Timo Kastening. Der EM-Debütant vom TSV Hannover-Burgdorf erzielte gegen Weißrussland sechs Tore und wurde völlig verdient zum "Man of the Match gewählt". (Spielplan der Handball-EM)

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Dennoch zeigte sich der Rechtsaußen in der Analyse des letzten Spiels sowohl im Bezug auf die Leistung der Mannschaft als auch seiner eigenen noch kritisch: "Ich glaube, wir müssen in allen Bereichen noch eine Schippe drauflegen. Wir müssen noch weiter die Fehler minimieren und in der Abwehr noch aggressiver werden."

Mut macht ein Blick auf die Statistik. Erst im Oktober gewann das DHB-Team zwei Testspiele gegen Kroatien, bei den vergangenen zwei Weltmeisterschaften ging man ebenfalls als Sieger vom Feld. Auch das letzte Duell bei einer EM, gegen das damalige Jugoslawien, ging 2002 ebenfalls an Deutschland. 

So können Sie Deutschland - Kroatien LIVE verfolgen:

TV: ZDF
Stream: zdfsport.de
Liveticker: Sport1.de und SPORT1 App

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