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HBL: Flensburg-Handewitt, THW Kiel, Rhein-Neckar Löwen
HBL: Flensburg-Handewitt, THW Kiel, Rhein-Neckar Löwen © Getty Images
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Die SG Flensburg-Handewitt ist deutscher Meister. Am letzten HBL-Spieltag reicht ein knapper Sieg beim Bergischen HC zum Titel. Der Rest ist Party pur.

Auf den letzten Metern bekam die SG Flensburg-Handewitt doch noch kurzzeitig weiche Knie, doch am Ende stemmten Rasmus Lauge und Co. zum dritten Mal die Schale in die Höhe.

"Es ist schön, dass ich nun in den Geschichtsbüchern stehe. Zweimal hintereinander Meister zu werden, löst in mir unheimlich viel aus. Der gesamte Verein hat es verdient, denn es steckt sehr viel Arbeit dahinter", sagte Erfolgscoach Maik Machulla bei Sky nach dem 27:24 beim Bergischen HC, das der SG an einem dramatischen letzten Spieltag in der HBL vor Rekordchampion THW Kiel den Titel sicherte. (Die Spiele zum Nachlesen im Ticker)

"Es ist einfach unbeschreiblich, ich kann es kaum erklären, wie froh und stolz ich bin", jubelte Flensburgs Tobias Karlsson. Für den Schweden war es ein "traumhaftes Ende" an der Förde, der 38-Jährige beendet seine Karriere und zieht sich ins Privatleben zurück. "Ich bin die ganze Woche nervös gewesen. In der zweiten Halbzeit habe ich wahnsinnige Schmerzen gehabt, aber das ist es wert", sagte Karlsson.

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Flensburg rettet Vorsprung ins Ziel

Mit dem hart erkämpften Erfolg vor 10.043 Zuschauern in Düsseldorf retteten die Flensburger den Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem THW ins Ziel, trotz des souveränen 30:26-Siegs der Kieler gegen den TSV Hannover-Burgdorf. 

Flensburg und Kiel werden den deutschen Handball in der kommenden Saison in der Champions League vertreten in der Hoffnung, beim Final Four 2020 in Köln erstmals nach vier Jahren wieder eine deutsche Mannschaft an den Start zu bringen. Der SC Magdeburg (31:24 bei FA Göppingen), die Rhein-Neckar Löwen mit Rückkehrer Uwe Gensheimer (26:28 beim SC DHfK Leipzig), die MT Melsungen (31:27 gegen den TBV Lemgo Lippe) und die Füchse Berlin (25:27 gegen HSG Wetzlar) starten im EHF-Pokal. (Tabelle der HBL)

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Dramatisch fiel die Entscheidung im Abstiegskampf aus: Der VfL Gummersbach muss nach einem 25:25 in Bietigheim erstmals den Gang in die zweite Liga antreten. Begleitet wird Gummersbach im Fahrstuhl nach unten von Bietigheim, dagegen retteten sich die Eulen Ludwigshafen mit dem 31:30 durch ein Last-Minute-Tor gegen GWD Minden. (Spielplan und Ergebnisse)

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Derweil stieg in Düsseldorf die Meisterparty der Flensburger. 

Lauge führt Flensburg zum Sieg

Dreh- und Angelpunkt des Flensburger Spiels war wie so oft in dieser Saison Regisseur Rasmus Lauge. Der 27-Jährige, im Januar mit Dänemark Weltmeister und von den Trainern und Managern der Bundesliga-Vereine zum Spieler der Saison gewählt, zeigte bei seiner Abschiedsvorstellung noch einmal sein ganzes beeindruckendes Repertoire. Lauge machte das Spiel, er glänzte als Anspielstation, er beschleunigte und verlangsamte das Flensburger Spiel, und wenn gar nichts ging, machte er die Tore selbst.

Lauge wird Flensburg nach vier Jahren verlassen und zum Champions-League-Finalisten Telekom Veszprem wechseln. Auch auf Abwehrchef Tobias Karlsson muss Deutschlands nördlichster Verein künftig verzichten, der 38-jährige Schwede beendet seine Karriere und zieht sich ins Privatleben zurück. Eine schwere Aufgabe wartet also auf Erfolgstrainer Maik Machulla, der die SG im Sommer 2017 von Erfolgscoach Ljubomir Vranjes übernommen hatte und sie seither zweimal zur Meisterschaft führte.

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