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Uwe Gensheimer und seine Löwen setzen ein wichtiges Zeichen und gewinnen den Thriller gegen Kiel
Uwe Gensheimer und seine Löwen setzen ein wichtiges Zeichen und gewinnen den Thriller gegen Kiel © Getty Images
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Zwischendurch stand es 6:13 für den THW Kiel, doch dann drehten die Rhein-Neckar Löwen auf. Für die Löwen ist es die Trendwende zur richtigen Zeit.

Dank Torhüter Mikael Appelgren haben die Rhein-Neckar Löwen das Topspiel der Handball-Bundesliga gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel mit 26:25 (10:13) gewonnen und den Anschluss an die Spitzengruppe gehalten.

Appelgren parierte eine Sekunde vor dem Ende der hochdramatischen Partie einen Gewaltwurf von Kiels Spielmacher Domagoj Duvnjak und rettete den Löwen damit den Sieg (DATENCENTER: Die Tabelle). 

Dabei hatte es zu Beginn nach einem Debakel für die Gastgeber ausgesehen. Kiel spielte sich in einen Rausch, nach 20 Minuten führte der THW mit 13:6. Zwar kamen die Löwen Schritt für Schritt heran, doch Kiel ging mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Kabine. 

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Gensheimer besorgt entscheidenden Treffer

In der zweiten Hälfte ließen sich die Löwen nicht mehr vorführen und glichen in der 36. Minute zum 15:15 erstmals aus. Innerhalb von zwei Minuten erspielten sich die Gastgeber eine Drei-Tore-Führung zum 18:15, konnten den Vorsprung aber nicht halten. Drei Minuten vor dem Ende führte der THW mit 25:22, die Löwen glichen durch einen Treffer von Andy Schmid 119 Sekunden vor der Schlusssirene erneut aus. 

Als Kiels Abwehrrecke Hendrik Pekeler Löwen-Spielmacher Schmid 30 Sekunden vor dem Ende foulte, ließ Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer sich die Gelegenheit nicht entgehen und brachte seine Mannschaft per Siebenmeter mit 26:25 in Führung. "Ich habe hier schon einige Spiele erlebt, aber so eine Achterbahnfahrt, auch emotional für uns, noch nicht", sagte Gensheimer auf. Den Rest besorgte Appelgren.

Duvnjak: "Weiß nicht, was passiert ist"

Kiels Domogoj Duvnjak war nach der Partie bedient: "Ich weiß nicht, was passiert ist. Wir haben richtig stark gespielt die ersten 20 Minuten. Dann haben wir zwei, drei technische Fehler gemacht und die Löwen waren sofort da. Sie haben sich geil zurückgekämpft. Es war ein ganz großes Spitzenspiel."

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Kiel bleibt nach seiner zweiten Saisonniederlage in der Tabelle Zweiter und hat bei einem noch ausstehenden Nachholspiel drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter TSV Hannover-Burgdorf.

Bergischer HC feiert wichtigen Sieg

Etwas Luft verschaffte sich im Mittelfeld der Bergische HC durch ein 25:24 (11:13) gegen den HC Erlangen. Mit einem 25:25 (13:15) trennten sich im unteren Drittel der Tabelle Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten und der TVB Stuttgart.

Die Spiele im Stenogramm: 

HBW Balingen-Weilstetten - TVB Stuttgart 25:25 (13:15)
Tore: Nothdurft (5), Thomann (4), Niemeyer (4), Lipovina (4), Hausmann (3), de la Pena Morales (2), Saueressig (2), Taleski (1) für Balingen - Schmidt (6), Lonn (5), Peshevski (4), Faluvegi (3), Röthlisberger (2), Zieker (2), Häfner (1), Markotic (1), Pfattheicher (1) für Stuttgart
Zuschauer: 2350

Bergischer HC - HC Erlangen 25:24 (11:13)
Tore: Darj (5), Boomhouwer (5), Babak (4), Weck (3), Arnesson (3), Johannsson (1), Stutzke (1), Nippes (1), Damm (1), Fraatz (1) für Bergischer HC - Minel (7), Sellin (4), Firnhaber (3), Schäffer (3), Ivic (3), Haaß (2), Bissel (1), Metzner (1) für Erlangen
Zuschauer: 2079

Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel 26:25 (10:13)
Tore: Gensheimer (8), Schmid (5), Kohlbacher (4), Groetzki (3), Kirkelokke (3), Nielsen (2), Petersson (1) für Rhein-Neckar - Duvnjak (7), Pekeler (5), Ekberg (4), Reinkind (4), Jacobsen (2), Wiencek (1), Zarabek (1), Nilsson (1) für Kiel
Zuschauer: 13.200 

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