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Mattias Andersson spielt noch einmal groß auf
Mattias Andersson spielt noch einmal groß auf © Imago
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Zwei Tage vor seinem 43. Geburtstag rückte Mattias Andersson für 40 Minuten noch einmal ins Rampenlicht.

Eigentlich befindet sich Mattias Andersson längst im handballerischen Ruhestand. Doch zwei Tage vor seinem 43. Geburtstag rückte der Torwarttrainer des THW Kiel für 40 Minuten noch einmal ins Rampenlicht - und das im 104. Nordderby gegen seinen Ex-Klub, die SG Flensburg-Handewitt. "Das war nicht der Plan", gab der Schwede nach der 28:31 (15:17)-Niederlage zu.

Weil Welthandballer Niklas Landin wegen einer Quarantäne im Kieler Kader fehlte, Dario Quenstedt nicht ins Spiel fand und sich leicht verletzte, schenkte THW-Trainer Filip Jicha dem Oldie das Vertrauen - und der machte seine Sache richtig gut. Gleich mit seiner ersten Aktion parierte Andersson einen Ball, am Ende kam er auf zehn Paraden. Statistisch gesehen war er damit der beste Torhüter am Samstagabend in Flensburg.

"Wir haben nicht gewonnen, das ist alles, was zählt. Am Ende bin ich froh, dass ich 40 Minuten im Tor überlebt habe", sagte Andersson am Sky-Mikrofon über seine Leistung. Vor dem Anwurf hatte er noch erklärt, dass ihm natürlich etwas an "Schnelligkeit, Explosivität und Timing" fehle. Aber des Alters entsprechend "bin ich noch fit".

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Am 3. Juni 2018 hatte Andersson seine Karriere im Trikot der Flensburger als deutscher Meister beendet, bereits in der jüngeren Vergangenheit rückte der Routinier aber mehrfach für Kurzeinsätze zwischen die Kieler Pfosten - als Aushilfe, weniger als Rückkehrer. "Es macht schon noch Spaß", verriet Andersson zuletzt dem NDR.

Die Kieler Niederlage, ein Rückschlag im Meisterrennen, konnte jedoch auch der frühere Flensburger nicht verhindern. Die SG, nun wieder Spitzenreiter, baute ihre beeindruckende Bundesliga-Serie von nun 47 Heimspielen ohne Niederlage aus. Kurios: Bei der bislang letzten Pleite stand Andersson noch im Flensburger Tor. Gegner damals beim 27:35 im Dezember 2017: sein heutiger Klub Kiel.

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