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Hassan Moustafa will an der WM in Ägypten festhalten
Hassan Moustafa will an der WM in Ägypten festhalten © AFP/SID/THOMAS SAMSON
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IHF-Präsident Hassan Moustafa meldet sich in der Debatte um die Handball-WM zu Wort. Der Weltverband plane sogar mit Zuschauern.

Trotz anhaltender Kritik steht die Austragung der Handball-WM im kommenden Januar in Ägypten laut Weltverbands-Präsident Hassan Moustafa nicht zur Disposition.

"Ich habe keine Zweifel daran, dass die WM stattfinden wird, weil ich volles Vertrauen in unsere Akteure, also die Nationalverbände, Spieler, Trainer, Offiziellen habe", sagte der 76-Jährige im Interview mit der Sport Bild (Spielplan und Ergebnisse der Handball-Bundesliga).

Moustafa: "Absage keine Option"

Eine Absage der WM sei für den Ägypter bislang "nie eine Option" gewesen. Auch eine Modifizierung des Spielplans oder ein reduziertes Teilnehmerfeld sei aktuell nicht geplant. Der Weltverband IHF plane sogar, "die WM mit Zuschauern zu organisieren", so Moustafa. Die Auslastung soll abhängig von der Arena und der Corona-Situation im Januar vor Ort gemacht werden (Tabelle der Handball-Bundesliga).

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Dass Topklubs und auch einige Spieler aus Deutschland sich zuletzt für eine WM-Absage ausgesprochen hatten, hat der IHF-Boss registriert.

Es gebe viele Diskussionen, "vor allem in Deutschland, nachdem die Nationalmannschaft nach einem Länderspiel positive Fälle hatte", so Moustafa, "aber die Umstände bei der WM werden ganz andere sein. Ich hoffe, dass das alle sehen werden."

Fritz sieht WM kritisch

Torwart-Legende Henning Fritz sagte bei SPORT1: "Unter den momentanen Bedingungen ergibt das wenig Sinn."

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Nationalspieler Paul Drux betonte im SPORT1-Interview: "Es ist schon hochbrisant, weil es gerade in der Weihnachtszeit viele Menschen vermissen, Kontakte zu haben. Da wird dann so ein Großereignis eher kritisch gesehen. Das kann ich verstehen. "

Moustafa zeigte zwar Verständnis dafür, dass manche "Angst vor dem Risiko" hätten. Aber er versicherte, "dass bei der WM strenge Regeln gelten werden". "Die IHF, die ägyptische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation werden die Umsetzung des Konzepts beaufsichtigen, damit in der Blase alle so sicher wie möglich sind", so Moustafa.

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