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Germany v Spain - FIH Womens Hockey World Cup Quarter Final
Germany v Spain - FIH Womens Hockey World Cup Quarter Final © Getty Images
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Für die deutschen Hockey-Damen ist bei der WM im Viertelfinale Endstation. Gegen Spanien setzt es eine knappe Niederlage.

Die deutschen Hockey-Frauen sind bei der WM in London bereits im Viertelfinale gescheitert. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger unterlag Spanien in einer dramatischen Begegnung durch einen spektakulären Treffer von Carmen Cano (54.) mit 0:1 (0:0) und musste damit die Hoffnung auf die erste WM-Medaille seit 20 Jahren begraben.

"Ich bin sauer, dass ich nicht im Vorhinein erkannt habe, dass die Mannschaft scheinbar unter mehr Druck gestanden hat, als ich dachte", sagte Bundestrainer Xavier Reckinger: "Wir haben nicht wirklich unser Spiel gespielt und unsere Chancen nicht genutzt. Es ist einfach super enttäuschend."

Spanien agiert aus starker Defensive

Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) startete druckvoll, Spanien wirkte dagegen ideenlos. Doch das Team um Kapitänin Janne Müller-Wieland blieb in seiner Chancenverwertung zu harmlos und wurde zunehmend nervös.

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Die Bälle hoppelten über den Schläger, Pässe landeten außerhalb der Reichweite des Empfängers oder knallten in die Vorhand des Gegners. Die bislang so überzeugende Konsequenz in der Offensive fehlte, drei Strafecken konnten nicht verwertet werden.

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Auch in der zweiten Halbzeit stand Spanien zunächst defensiv und versuchte, das deutsche Spiel vor allem mit viel Körpereinsatz zu zerstören, während die DHB-Frauen immer wieder auf den gegnerischen Schusskreis anliefen.

"Wir wussten ganz genau, wie eklig sie verteidigen", sagte Torjägerin Charlotte Stapenhorst: "Wenn man aber kein Tor macht, dann verliert man in der K.o-Runde eben".

Es fehlte an der letzten Präzision, mit zunehmender Spieldauer setzten die Spanierinnen immer wieder Nadelstiche, die Cano mit dem Siegtor krönte. Ausgerechnet Müller-Wieland, die zuvor noch viele brenzlige Bälle herausgefischt hatte, fälschte einen Ball hoch vor das eigene Tor ab, den die zuletzt schwache Spanierin Cano ins Netz hämmerte. 

Zweites Aufeinandertreffen innerhalb von fünf Tagen

Deutschland war mit einem mentalen und physischem Vorteil in das zweite Duell mit den Südeuropäerinnen binnen fünf Tagen gestartet. Denn in der Vorrunde hatte der Olympia-Dritte die Spanierinnen 3:1 geschlagen und ließ ohnehin in den drei Spielen der Gruppenphase keine Punkte liegen. 

So war die Mannschaft als Gruppenerster automatisch ins Viertelfinale eingezogen und verschaffte sich damit drei Regenerationstage. Die Südeuropäerinnen hatten sich als Drittplatzierter der Gruppe C unterdessen noch in einem Überkreuz-Duell mit Belgien am Montagabend für die Runde der letzten Acht qualifizieren müssen.

Doch obwohl die Stimmung im Team vorab locker und gelöst war, ließen sich die starken Leistungen in der Vorrunde nicht auf das erste K.o.-Spiel übertragen. Die Spanierinnen hingegen hatten ihre Hausaufgaben gemacht und am Ende das Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

 
    
 
    

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