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Kylian Mbappe (r.) war an beiden französischen Treffern gegen Island beteiligt
Kylian Mbappe (r.) war an beiden französischen Treffern gegen Island beteiligt © Getty Images
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Frankreich entgeht einer Niederlage gegen Island nur durch späte Tore des PSG-Stars. Argentinien hat ohne Lionel Messi keine Probleme gegen den Irak.

Weltmeister Frankreich hat fünf Tage vor dem Duell mit Deutschland nur mit viel Mühe eine Blamage verhindert. Die Equipe Tricolore rettete beim 2:2 (0:1) gegen Island im heimischen Guingamp erst mit zwei Treffern in den letzten fünf Minuten das Remis.

Ein Eigentor von Holmar Eyjolfsson (86.) und ein von Jungstar Kylian Mbappe verwandelter Handelfmeter (90.) erlösten Frankreich nach einer enttäuschenden Vorstellung. Mbappe hatte sich vor dem 1:2 entscheidend durchgesetzt, seine Hereingabe fälschte Eyjolfsson ins eigene Tor ab.

Island gibt Sieg spät aus der Hand

Birkir Bjarnason (30.) und Kari Arnason (58.) hatten die Isländer, die zuletzt 0:6 gegen die Schweiz und 0:3 gegen Belgien verloren hatten, mit 2:0 in Führung gebracht.

Frankreich bleibt damit auch nach dem 13. Vergleich mit Island ohne Niederlage. Gegen die DFB-Elf tritt das Team von Nationaltrainer Didier Deschamps am Dienstag in der Nations League erneut zu Hause an, dann aber im Nationalstadion in St. Denis. Im Hinspiel in München hatten sich beide Teams 0:0 getrennt. (Nations League: Frankreich - Deutschland, Di. ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)

Frankreich begann mit zehn Weltmeistern in der Startelf, darunter Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart. Der Start misslang dennoch: Beim 1:0 traf Bjarnason nach Vorarbeit des Augsburgers Alfred Finnbogason aus der Drehung, nach der Pause erhöhte Bjarnason mit einem Kopfball ins lange Eck.

Rurik Gislason vom Zweitligisten SV Sandhausen wurde in der 81. Minute eingewechselt und musste mit ansehen, wie sein Team den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gab.

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Argentinien siegt souverän

Währenddessen ist die argentinische Nationalmannschaft auch im dritten Spiel nach der WM ohne ihren Superstar Lionel Messi ungeschlagen geblieben. Der zweimalige Weltmeister setzte sich auf neutralem Boden in Riad 4:0 (1:0) gegen den Irak durch.

Die hierzulande wenig bekannten Lautaro Martinez (18.), Roberto Pereyra (53.), German Pezzella (81.) und Franco Emanuel Cervi (90.+2) erzielten die Treffer für den haushohen Favoriten, der am 16. Oktober ebenfalls in Saudi Arabien auf seinen Erzrivalen Brasilien trifft, wiederum ohne Messi.

Sein bislang letztes Spiel für die Albiceleste absolvierte der Superstar des FC Barcelona bei der WM-Endrunde im vergangenen Sommer in Russland. Seit dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Frankreich nimmt sich der 31-Jährige eine Auszeit in der Nationalmannschaft. Falls er sich nicht zu einem endgültigen Rücktritt entscheidet, könnte er nach dem Jahreswechsel wieder für Argentinien auflaufen.

Türkei enttäuscht gegen Bosnien

Die türkische Nationalmannschaft muss für ihr drittes Gruppenspiel in der Nations League noch zulegen.

Das Team von Trainer Mircea Lucescu ließ beim 0:0 im Test gegen Bosnien-Herzegowina in Risa viele Wünsche offen und zeigte drei Tage vor dem Rückspiel in der Gruppe 2 der NL B in Russland Licht und Schatten (Nations League: Russland - Türkei am So. ab 18 Uhr im LIVETICKER). Gegen Russland hatten die Türken zum Auftakt der Gruppenphase 1:2 verloren, anschließend ihr zweites Spiel in Schweden 3:2 gewonnen.

Calhanoglu lässt Großchancen liegen

Die Gäste, die in der Nations League ebenfalls in der B-Liga ihre bisherigen beiden Spiele in Nordirland (2:1) und gegen Österreich (1:0) gewonnen hatten, lieferten unter ihrem neuen Trainer Robert Prosinecki erneut eine gute Vorstellung ab, hatten nach der Pause aber auch das Glück auf ihrer Seite. Bosnien-Herzegowina empfängt in der Gruppe 3 am Montag Nordirland zum Rückspiel.

Bei den Türken stand in Kaan Ayhan von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf nur ein Bundesligaprofi in der Startelf. Der Wolfsburger Yunus Malli (65.) und der Stuttgarter Berkay Özcan (86.) wurden in der zweiten Hälfte eingewechselt. Der frühere Bundesligaprofi Hakan Hakan Çalhanoglu vergab für die Gastgeber beste Möglichkeiten.

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