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Rui Pinto am Donnerstag bei seiner Ankunft im Polizeipräsidium von Lissabon
Rui Pinto am Donnerstag bei seiner Ankunft im Polizeipräsidium von Lissabon © Getty Images
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Nach einem ersten Verhör sitzt Rui Pinto in seinem Heimatland Portugal in Untersuchungshaft. Dem Football-Leaks-Whistleblower droht eine Gefängnisstrafe.

Whistleblower Rui Pinto sitzt in seinem Heimatland Portugal in Untersuchungshaft. Der 30-Jährige war zuvor in einem Gericht Lissabon zum ersten Mal verhört worden - nur einen Tag nach seiner Landung. 

Pinto, der unter dem Decknamen "John" als Quelle für die Enthüllungsplattform Football Leaks den Weltfußball schwer erschütterte, war vor Wochen in Ungarn festgenommen und am Donnerstag ausgeliefert worden. Ihm droht eine Gefängnisstrafe. Bereits seit Mitte Januar hatte Pinto in Budapest unter Hausarrest gestanden. 

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Die Behörden in Ungarn mussten die Frage beantworten, ob er als Whistleblower den besonderen Schutz für Informanten durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Anspruch nehmen kann. Das zuständige Gericht in Budapest entschied am 5. März, dass dem nicht so sei.

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Football Leaks sorgt seit 2015 für Aufsehen

In Portugal wird Pinto unter anderem "die unzulässige Aneignung und Verbreitung von Daten sowie versuchte Erpressung" vorgeworfen, was er teilweise auch selbst einräumt. Die Plattform Football Leaks sorgt seit 2015 für Aufsehen.

Unter den Enthüllungen waren Berichte über die Steuervergehen von Topstar Cristiano Ronaldo während dessen Zeit in Spanien bei Real Madrid und über die Versuche der Spitzenteams Paris St. Germain und Manchester City, das Financial Fair Play (FFP) der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zu umgehen.

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