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München - Manfred Starke, gerade zum 1. FC Kaiserslautern gewechselt, startet mit Namibia in den Afrika-Cup. Von seiner Nominierung erfuhr er auf kuriose Art und Weise.

Auf dem Wochenendprogramm von Manfred Starke hätte dieser Tage eigentlich vor allem Sightseeing gestanden.

Die weltberühmte Sagrada Familia, die Shoppingmeile La Rambla, vielleicht auch der eine oder andere Bade-Ausflug zum Stadtstrand. Doch den geplanten Barcelona-Urlaub mit seiner Freundin musste 28-Jährige kurzfristig absagen. Stattdessen startet er am Sonntag mit seinem Heimatland Namibia in den Afrika-Cup (Afrika-Cup: Marokko - Namibia ab 16.30 Uhr im LIVETICKER).

Von seiner Nominierung für die Kontinentalmeisterschaft hat Starke dabei überhaupt erst aus der Presse erfahren.

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"Mein Vater wurde zwar vorher schon in Namibia darauf angesprochen, doch mit mir gab es keinen Kontakt", sagte der gerade von Carl-Zeiss Jena zum 1. FC Kaiserslautern gewechselte Drittliga-Profi dem kicker: "Ich musste dann spontan umplanen. Aber dafür nehme ich es gerne in Kauf, den Urlaub nicht antreten zu können."

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Statt gemütlichem Stadtbummel in Kataloniens Metropole stand für Starke also plötzlich ein Trainingslager in Dubai auf dem Plan - und damit Schwitzen bei 43 Grad im Schatten.

"Daran musste sich mein Körper erst einmal gewöhnen. Ich trinke gefühlt zehn Liter am Tag", sagte er jüngst dem Online-Portal liga3-online.de. Wert seien es die Strapazen aber allemal: "Ich bin stolz und glücklich, wieder für mein Land spielen zu dürfen."

"Das nahm man mir übel"

Starke ist in Windhoek geboren, der Hauptstadt der früheren deutschen Kolonie Namibia. Vater Richard war selbst Fußballtrainer, über dessen Kontakte landete der Sohn im Alter von 13 Jahren im Internat des FC Hansa Rostock. Dort reifte Manfred Starke zum Profi.

Nach fünf Zweitliga-Einsätzen bestritt der flexibel einsetzbare Offensivspieler für Hansa und später Jena insgesamt 108 Drittliga-Spiele. In der abgelaufenen Saison steuerte er sieben Tore und neun Assists zum Klassenerhalt der Thüringer bei.

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Bereits 2012 hatte Starke auch für die Nationalmannschaft Namibias debütiert, zu regelmäßigen Einsätzen kam es aber nicht. Vor sechs Jahren habe er die Einladung zu einem Lehrgang ausgeschlagen, um die Saisonvorbereitung mit Rostock nicht zu verpassen, erzählt er: "Das nahm man mir übel." Nun ist Starke zurück im Team - und erzielte im Vorbereitungsspiel gegen Ghana auch prompt den 1:0-Siegtreffer.

Für Namibia im Faustball aktiv gewesen

Starke genießt die Einsätze für Namibia spürbar. Gemeinsam mit Schwester Sandra, selbst Fußball-Profi in Deutschland und Torjägerin des Bundesligisten SC Freiburg, nahm er einst sogar schon an einer U18-Weltmeisterschaft teil - allerdings im Faustball (!). Vor allem die Besonderheiten der afrikanischen Kultur reizen Starke. "In der Kabine wird gesungen und getanzt, das ist der helle Wahnsinn", berichtet er: "Es ist einfach mitreißend, obwohl ich selbst jetzt nicht der große Tänzer bin."

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Kommunizieren kann Starke mit seinen Teamkollegen auf Afrikaans oder Englisch, mit Co-Trainer Collin Benjamin, einst beim Hamburger SV, auch auf Deutsch.

Verständigt hat man sich auf das sportliche Ziel: "Alles kann, nichts muss". Im ersten Gruppenspiel in Kairo gegen Marokko ist Namibia Außenseiter - wie eigentlich auch in den weiteren Partien gegen Südafrika und die Elfenbeinküste.

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