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In Brasilien wechselten gleich mehrere Vereine innerhalb weniger Stunden die Trainer
In Brasilien wechselten gleich mehrere Vereine innerhalb weniger Stunden die Trainer © Getty Images
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In Brasilien wechselt ein Trainer zum direkten Konkurrenten und löst einen Dominoeffekt aus. Das sorgt für Kritik, sein Verein fühlt sich verraten.

Den Coach im Abstiegskampf entlassen? Normal. Trainerwechsel am Zuckerhut? An der Tagesordnung. Doch was brasilianische Erstligisten am "Black Friday" trieben, war dann doch des Guten zu viel. Bei nur noch drei ausstehenden Spieltagen die Notbremse ziehen und dann noch untereinander die Übungsleiter tauschen, erinnert eher an Ringelpiez mit Anfassen.

Der Kreistanz begann, als Argel Fucks nur wenige Stunden nach dem heroischen 1:0 bei Cruzeiro EC in Belo Horizonte der Klubführung von CS Alagoano ohne Vorwarnung offenbarte, dass er sofort zum Ceara SC wechsle. Also vom Tabellen-18., den mit 32 Punkten auf der Habenseite nur noch ein Wunder vor dem Abstieg retten kann, gerade mal zwei Plätze höher zum Tabellen-16., mit 37 Punkten immerhin erster Klub oberhalb der Trennlinie.

Maceio-Präsident: "Gefühl des Verrats"

Dafür schickte Ceara Adilson Batista in die Wüste, wo er nicht lange durstete, sondern umgehend bei Cruzeiro anheuerte, wenige Stunden zuvor von Fucks und Ceara besiegt und mit 36 Zählern als Tabellen-17. exakt zwischen CSA und Ceara ebenfalls um den Klassenverbleib kämpfend. Fucks trainierte bereits am Freitag in Fortaleza, Batista zur gleichen Zeit in Belo Horizonte.

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Beim am Ende einzig dumm dastehenden CSA übernahm Co-Trainer Jacozinho. "Ein Gefühl des Verrats", schimpfte Rafael Tenorio, Präsident des Klubs aus Maceio, abschließend Richtung des abtrünnigen Fucks. Bei Cruzeiro hatte Amtsinhaber Abel Braga (67), einer der erfolgreichsten Trainer Brasiliens, am frühen Freitag seinen Posten zur Verfügung gestellt.

Am Wochenende ist für alle drei beteiligten Klubs wieder Liga-Alltag. Für die Trainer im neuen Gewand oder bei der Familie daheim auch. Ende der Diskussion.

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