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Präsident Christian Constantin spricht über die Entlassungen beim FC Sion inmitten der Coronakrise (Archivfoto)
Präsident Christian Constantin spricht über die Entlassungen beim FC Sion inmitten der Coronakrise (Archivfoto) © Getty Images
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München - Nach den fristlosen Spieler-Entlassungen beim FC Sion meldet sich Präsident Christian Constantin zu Wort und verteidigt das Vorgehen mit markigen Worten.

Der Sitten-Knall schlägt weiter hohe Wellen!

Der FC Sion hatte alle Spieler aufgrund der Coronakrise zur Zustimmung zu Kurzarbeit und damit einhergehenden Lohnkürzungen aufgerufen. Als sich viele Profis nicht bis zur vom Klub gesetzten Frist geäußert beziehungsweise die Maßnahme abgelehnt hatten, folgten am Donnerstag fristlose Kündigungen.

Nun hat sich Christian Constantin, der Präsident des Schweizer Erstligisten aus Sitten, gemeldet und markige Worte gewählt, um über die aktuelle Krisensituation zu sprechen.

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"Wir sind daran, Feldlazarette auf die Beine zu stellen, um Leben zu retten. Wir sind daran, die Toten ohne Abdankung zu beerdigen. Wir sind daran, diejenigen Personen auszuwählen, die sterben müssen und jene, die wir retten können. Das alles heißt Krieg. Kein üblicher Krieg. Der sanitarische Krieg. Das Resultat ist dasselbe. Leute sterben oder werden sterben", findet Constantin drastische Worte in einem Schreiben an Lucien Valloni, den Präsidenten der Schweizer Spielergewerkschaft, das dem Blick vorliege.

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Valloni hatte zuvor die fristlosen Kündigungen von neun Star-Spielern in einem Protestschreiben scharf kritisiert und Kurzarbeit als nicht zulässig bewertet. Zu den betroffenen Profis gehören dem Blick zufolge Nationalspieler wie Seydou Doumbia oder Pajtim Kasami, aber auch der frühere HSV-Profi Johan Djourou.

Constantin rät Spielern: Stimmt der Kurzarbeit zu!

Für Sions Präsident ist die Haltung der Spielergewerkschaft unverständlich. "Sie beraten die Spieler dahingehend, Kurzarbeit nicht zu akzeptieren. Und sie der Gefahr auszusetzen, dass ihre Verträge aus guten Gründen und wegen höherer Gewalt gekündigt werden. Ich glaube, dass Sie, Maître Valloni, außerhalb der aktuellen und zukünftigen Situation leben", schreibt Constantin.

Der 63-Jährige habe diese neun Verträge aufgelöst, um den Status einer Massenentlassung zu vermeiden: "Dazu braucht es zehn Personen. Da sind die Regeln komplizierter und es braucht Meetings."

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Den noch nicht gekündigten Spieler rät Constantin, den Kurzarbeit-Vorschlag des Klubs zu akzeptieren. "Die Spieler werden durch eine schlechte Phase hindurchgehen, doch danach können sie wieder arbeiten, wenn die Fußball-Aktivität wieder einsetzt."

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