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Jesé Rodriguez hat keine Chance mehr, bei PSG noch auf die Beine zu kommen
Jesé Rodriguez hat keine Chance mehr, bei PSG noch auf die Beine zu kommen © Imago
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München - Jesé Rodríguez galt einst als eines der größten Talente Europas. Seit der Vertragsauflösung am Sonntag ist er vereinslos. Doch wie konnte es so weit kommen?

Einst war Jesé Rodríguez eines der begehrtesten Talente in ganz Europa. Nun steht der Spanier ohne Verein da. 

Sein bisheriger Arbeitgeber Paris Saint-Germain hat am Sonntagmittag die Auflösung seines Vertrages bekannt gegeben - und das, obwohl der Kontrakt des 27-Jährigen sowieso am Saisonende ausgelaufen wäre.

Ein klares Zeichen der Pariser, die den Spanier in ihrer Pressemitteilung mit nur vier Sätzen verabschiedeten.

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Skandale von Jesé als Grund für Vertragsauflösung?

Verantwortlich für die vorzeitige Trennung soll PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi gewesen sein, berichteten verschiedene Medien. Der Katari habe genug gehabt von den vielen Eskapaden Jesés abseits des Platzes.

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Hintergrund: Erst kürzlich war Jesé beschuldigt worden, seine Partnerin mit einem Model betrogen zu haben. Zuvor war bereits ein Bild des Spaniers auf Social Media aufgetaucht, auf dem Jesé die Abstandsregeln missachtet hatte.

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Zudem hatte Jesé bereits in der Vergangenheit regelmäßig für negative Schlagzeilen gesorgt. Sei es wegen eines Sorgerechtsstreits nach der Trennung von seiner Frau 2018 oder wegen langer Partynächte, in denen sich der Spanier als Rapper versuchte.

Karriere von Jesé beginnt verheißungsvoll

Dass Jesé im besten Fußballeralter plötzlich vereinslos sein würde, war 2012 noch undenkbar. Damals gewann der Youngster mit Spanien die U19-Europameisterschaft, avancierte mit fünf Toren zudem zum Torschützenkönig.

Es folgte die Beförderung von der Jugend zur zweiten Mannschaft von Real Madrid. Für diese erzielte der Flügelstürmer in der Folgesaison starke 22 Tore und legte zwölf weitere auf. 

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Als Lohn bekam Jesé im Alter von 20 Jahren seinen ersten Profivertrag bei den Königlichen. Bei den Profis fasste der Spanier sofort Fuß, kam in seiner Debütsaison auf 14 Scorerpunkte in 31 Partien.

Verletzung wirft Jesé zurück

Überschattet wurden seine Leistungen jedoch von einer schweren Verletzung, die sich Jesé am 18. März 2014 in der Champions League gegen Schalke 04 in einem Zweikampf mit Sead Kolasinac zuzog.

Die Horrordiagnose: Kreuzbandriss. Damit jedoch nicht genug. Denn bei der anschließenden Operation fing sich Jesé eine Infektion ein, sodass das Talent noch länger ausfiel. Acht Monate dauerte es letztlich, bis er wieder auf dem Platz stand.

Oder besser gesagt: auf der Bank saß. Denn anders als in seiner Debütsaison konnte sich der Offensivspieler nach seiner Verletzung nicht durchsetzen. Auch in den beiden Folgesaisons blieb Jesé bei den Königlichen nur die Jokerrolle.

Jesé wechselt zu PSG

Da Jesé jedoch in der wenigen Spielzeit, die er erhielt, durchaus überzeugte, fädelte Paris-Saint Germain 2016 einen Deal ein. Stolze 25 Millionen Euro überwiesen die Franzosen damals für den Edeljoker in die spanische Hauptstadt.

Geld, das die Pariser wohl gerne wieder hätten. Denn rechtfertigen konnte Jesé seine Ablöse nicht einmal ansatzweise.

In seiner gesamten Zeit bei PSG kam er nur auf 18 Einsätze. In dieser Saison stand er gar nur 22 Minuten für Paris auf dem Platz.

Stoke und Co. statt Paris 

Weder Unai Emery noch Thomas Tuchel fanden für den Spanier Verwendung.

Daher wurde Jesé immer wieder verliehen. Statt für Paris kickte er für UD Las Palmas, Stoke City, Betis Sevilla und Sporting Lissabon.

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Überzeugen konnte der Spanier jedoch auch bei keiner seiner Leihstationen.

Wenig verwunderlich deshalb, dass PSG im Sommer keinen Abnehmer für Jesé fand. Und nach seinem jüngsten Skandal nun sogar gewillt war, ihn vorzeitig ablösefrei gehen zu lassen.

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