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Andres Iniesta glänzt beim Pokaltriumph des FC Barcelona. Die Presse verneigt sich und fleht ihn an, seinen Wechsel nach China zu überdenken.

Andres Iniesta blickte wehmütig auf den Rasen und die letzten Sekunden des spanischen Pokalfinales, der große Kapitän des FC Barcelona hatte Tränen in den Augen.

5:0 (3:0) gegen den FC Sevilla, ein letzter magischer Abend im geliebten Trikot - so hatte er sich seinen Abschied wohl erträumt.

"Es sind sehr starke Emotionen", sagte Iniesta, nachdem er den Pokal aus den Händen von König Felipe VI. empfangen hatte, "ich trage die Liebe und den Respekt der Leute tief in mir."

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Die Fans beider Lager hatten ihm in Madrid, der Stadt des Erzrivalen, bei seiner Auswechslung kurz vor dem Schlusspfiff mit Standing Ovations noch einmal die Ehre erwiesen. "Nächste Woche" will Iniesta seinen Wechsel nach China bekannt geben.

Angesichts seiner wie so oft starken Leistung mit dem sehenswerten Treffer zum 4:0 (52.) kam nicht nur bei ihm Wehmut auf.

Presse fleht: "Iniesta, geh' nicht!"

Auch Papa Jose Antonio kämpfte mit den Tränen, Marca, das Hausblatt von Real Madrid, huldigte dem "letzten Kaiser". Die katalanische Zeitung Sport titelte: "Es lebe der König!" Und AS, ebenfalls aus Madrid, flehte auf Seite 1: "Iniesta, geh' nicht!"

Und doch: Nach 16 Jahren mit 31 Titeln - Nummer 32 in der Meisterschaft ist nur noch einen Sieg entfernt - zieht es ihn nach Asien. Trotz Vertrags auf Lebenszeit in Barcelona.

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Iniesta wird für drei Jahre bei Chongqing Lifan unterschreiben und dort auch für sein Weingut werben. Das letzte Finale des bald 34-Jährigen mit Barca gab denen recht, die den Abschied verfrüht nennen.

Barca-Boss: Iniesta wichtiger als Messi

"Wir haben einen großen Iniesta gesehen, den besten seit langer Zeit", sagte Klubpräsident Josep Maria Bartomeu, "er hat eine Epoche in diesem Klub geprägt. Wir haben den Besten der Welt, Messi, aber Iniesta war der wichtigste Spieler, den wir hatten. Er ist einzigartig." So will er in Erinnerung bleiben.

"Da ist der Platz, er gehört dir. Spiel!" Mit diesen Worten schickte Louis van Gaal den jungen Iniesta einst in dessen Debüt. Fast 700 Pflichtspiele später wird er "einen schweren Schritt gehen", wie sein Vater erzählte - weg von seiner großen Liebe. "Das ist ein Tag mit vielen Gefühlen, es sind viele Jahre", sagte Iniesta.

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Meisterschaft als letzter Titel in Spanien

Vorher wolle er "den Leuten" noch die Meisterschaft schenken. Es wäre seine neunte neben sechs Pokalsiegen und vier (!) Triumphen in der Champions League. Sein drittes Triple blieb Iniesta verwehrt, Barca scheiterte in der Königsklasse an AS Rom.

Am Samstagabend war das vergessen, Iniesta drehte mit seinen Kindern Valeria und Paolo Andrea selig eine Ehrenrunde, auf der Tribüne weinten viele Barca-Fans.

"Diese Zuneigung ist für mich unbezahlbar", sagte Iniesta, "es sind Tage wie diese, die uns glücklich machen."

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