Reals neuer Fußballtempel: So geil wird das Bernabeu
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München - Real Madrid hat unter dem neuen Trainer Santiago Solari die Kurve bekommen. Reals Aufschwung lässt aber auch Verlierer zurück.

Sie waren auserkoren, in die Fußstapfen eines ganz Großen zu treten.

Marco Asensio und Isco Alarcon sollten sie füllen, die Lücke, die Cristiano Ronaldo bei seinem Abschied von Real Madrid Richtung Juventus Turin hinterließ.

CR7 selbst hatte Asensio im vergangenen Jahr sogar schon das Format eines zukünftigen Weltfußballers zugesprochen.

Ein Jahr später sieht die Realität anders aus.

Isco der Verlierer bei Reals Aufschwung

Seit Santiago Solari den glücklosen Julen Lopetegui als Trainer bei den Königlichen abgelöst hat, sind die beiden Verheißungen derzeit ein wenig außen vor.

Vier Spiele ist Solari mittlerweile in Amt und Würden, vier Mal hat Real gewonnen, nicht ein Mal stand Isco in der Startelf. Und die Gründe dafür sind keineswegs taktischer Natur.

"Es können nur elf Spieler auf dem Platz stehen. Man muss im Training alles zeigen, um zu spielen. Die Spieler wissen das und verstehen, dass der Trainer Entscheidungen treffen muss", erklärte Reals Coach zuletzt nach dem 4:2 gegen Celta Vigo, nachdem Isco 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte. Heißt im Klartext: Die Trainingsleistung des 26-Jährigen lässt zu Wünschen übrig.

Unter Solaris Vorgänger war der Offensivspieler gesetzt, insofern er einsatzbereit war. Nun kommt Isco in vier Partien auf kümmerliche 51 Minuten Einsatzzeit.

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Asensio nicht mehr gesetzt

Nicht ganz so dramatisch stellt sich die Lage bei Asensio dar, doch auch der 22-Jährige hatte unter Lopetegui einen besseren Stand.

Solari vertraut auf dem Flügel eher auf Lucas Vazquez und Gareth Bale oder gibt dem 18 Jahren alten Jungstar Vinicius eine Chance. Heißt in Zahlen: Nur 175 von 360 möglichen Minuten stand Asensio seit Reals Trainerwechsel auf dem Platz.

"Die Ergebnisse sind wieder besser, so ist der Fußball. Solari ist unser Trainer. Wir stehen hinter ihm, solange er hier ist. Ich bekomme jetzt weniger Spielzeit, aber abgerechnet wird am Ende der Saison", erklärte er in einem Interview mit dem TV-Sender MOVISTAR+ gelassen.

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Asensio stiehlt sich bei Real aus der Verantwortung

Ob Asensio sich und seine Leistungen angesichts seiner Reservistenrolle hinterfragt? Am Dienstag überraschte er im Hinblick auf die inzwischen überwundene Real-Krise, die am Ende Lopetegui den Job kostete, mit einer wenig selbstkritischen Analyse.

"Ich muss nicht derjenige sein, der im Klub den Karren zieht. Es gibt andere Spieler, die länger im Klub und damit erfahrener sind, die einen höheren Status als ich haben. Sie sind diejenigen, die den Karren ziehen müssen", erklärte der Spanier.

Nun muss man Asensio zugutehalten, dass er damit sicherlich nicht unrecht hat. Nach einem Teamplayer klingt das allerdings nicht. Und nach Ronaldos Nachfolger schon gar nicht.

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