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Lionel Messi gibt zu, dass er mit der Kritik in seinem Heimatland Argentinien zu kämpfen hat. Er kritisiert die "Lügen", die über ihn verbreitet werden.

Am Donnerstag gab Gonzalo Higuain seinen Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft bekannt. Zum Abschied hatte der Stürmer auf die anhaltende Kritik gegen ihn aufmerksam gemacht, die ihm - trotz 31 Toren in 75 Spielen - in Argentinien entgegenwehte.

Jetzt hat sich auch Superstar Lionel Messi zu der Situation in seinem Heimatland geäußert. Auch er berichtet von massiver Kritik und ständigen Lügen, die über ihn verbreitet werden.

Die "Lügen" machen Messi zu schaffen

"Es ist schwer, mein Sohn schaut oft YouTube und hat vor kurzem ein Video gesehen", sagte der Starspieler vom FC Barcelona beim argentinischen Radiosender Club Octubre 94.7 FM. "Er hat mich danach gefragt, warum sie mich in Argentinien umbringen wollen!"

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Dass die Kritik sein privates Leben beeinflusst, macht den Superstar am meisten zu schaffen." Die dummen Sachen, die gesagt werden, machen mich wirklich wütend", gesteht Messi. "Sie sagen, dass mein Vater der Manager der Nationalmannschaft ist. Meine Freunde und meine Familie leiden unter diesen Lügen. Die Leute glauben sie aber. Dann bin ich wieder der Hu***sohn." 

Messi will trotz Kritik weitermachen

Nachdem sich Messi nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft in Russland eine Auszeit vom Nationalteam genommen hatte, gab er am Wochenende sein Comeback für die Albiceleste.

"Ich mache gerne weiter. Ich möchte immer noch etwas mit der Nationalmannschaft gewinnen. Ich werde alle wichtigen Spiele spielen. Wir haben bereits ein WM-Finale erreicht und das ist nicht so einfach", gab sich der 31-Jährige kämpferisch.  

Der Superstar kritisiert das Verhalten der Presse

Dieses WM-Finale 2014 verlor Argentinien bekanntlich gegen Deutschland. Auch in den beiden Endspielen der Copa America blieb Messi mit seinem Team sieglos.  

Die bitteren Final-Pleiten sind ein Grund für die heftige Kritik, wie Messi weiß: "Wenn wir die Weltmeisterschaft in Brasilien gewonnen hätten, wäre heute alles anders. Wir haben wegen kleiner Details verloren. Danach gab es eine Menge Chaos, und ich denke, die Presse hätte anders damit umgehen sollen." 

Außerdem wehrte sich Messi gegen das Gerücht, dass er alle Entscheidungen trifft, die es rund um die Albiceleste zu treffen gibt. "Ich möchte nicht all die Lügen verwirklichen, die sie über mich sagen", machte er klar. "Ich entscheide mich nicht für die Nationaltrainer. Ich höre diese schlechten Dinge und es ist schwer, damit klarzukommen." 

Das nächste Ziel: Die Copa America gewinnen

Die Beziehung zwischen Messi und seinem Heimatland war noch nie einfach. Trotzdem will der Superstar mit Argentinien unbedingt noch einen Titel gewinnen und damit auch seine Kritiker verstummen lassen. "Wir können eine Macht werden. Wir haben genug Potenzial", ist er sich sicher.

Am 14. Juni startet die Copa America in Brasilien. Es ist Messis nächste Chance auf einen großen Titel mit der Nationalmannschaft.

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