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Nabil Fekir ist in diesem Sommer zu Betis Sevilla gewechselt. Im Jahr zuvor platzt ein Wechsel zum FC Liverpool. Nun verrät sein Ex-Berater weitere Details.

Nabil Fekirs Wechsel im Sommer von Olympique Lyon zu Betis Sevilla sorgte für Erstaunen, hatte doch im Vorjahr noch der FC Liverpool Interesse am französischen Nationalspieler.

Beide Parteien waren sich bereits einig, bevor der Wechsel kurz vor der Verkündung doch noch platzte. Sorgen um den Zustand von Fekirs Knie wurden als Begründung angegeben. Fekir schien davon überrascht. "Die Wahrheit, warum der Transfer nach Liverpool nicht klappte, weiß nicht einmal ich selbst. Ich habe meinen Medizincheck bestanden und anschließend haben sie sich entschieden, mich doch nicht unter Vertrag zu nehmen", sagte er kürzlich der L'Equipe.

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Sein ehemaliger Berater Jean-Pierre Bernes könnte nun die Wahrheit verraten haben. "Nabil war Liverpools Wunschspieler. Ich habe vier Monate lang mit den Vertretern von Liverpool gesprochen. Alles war fertig", erzählte Bernes dem französischen TV-Sender Canal Plus.

Schwager stoppte Verhandlungen mit Liverpool

Bernes ergänzte: "Nabil wusste bereits von seinem zukünftigen Vertrag, der ihm etwa 45 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre gebracht hätte."

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Doch dann, am Tag der geplanten Vertragsunterschrift, tauchte auf einmal eine dritte Partei auf. "Am Tag, als der Vertrag unterschrieben werden sollte, sahen wir Nabils Schwager und einen Anwalt ankommen. Sie sagten: 'Hört sofort mit allem auf, die Verhandlungen müssen neu gestartet werden'. Das war surreal. Wir dachten, wir wären in einem Disney-Film", schilderte Bernes die entscheidende Situation.

"Ich war beschämt"

Kurz danach platzte der Transfer, offiziell aus medizinischen Gründen. Bernes sieht das anders. "Es gab zwei Sachen. Der Medizincheck war negativ und wenn du für einen Klub wie Liverpool spielen möchtest, brauchst du eine gewisse Einstellung. Als die Liverpooler dieses Theater miterlebten, waren sie sofort..."

Fekirs Schwager habe sich "plötzlich wie ein Berater aufgeführt. Er wollte eine Beteiligung am Transfer, jeder weiß, dass das heutzutage normal ist", meinte Bernes. Auch sein Klient habe sich verändert. "Er schien auf einer Wolke, er schien wie verwandelt, er grüßte nicht einmal mehr die Liverpool-Verantwortlichen", meinte Bernes: "Er kam nach dem Medizincheck und alle schauten sich gegenseitig an. Die Liverpool-Verantwortlichen wunderten sich, wo sie hier sind. Ich war beschämt."

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Statt an die Anfield Road zu gehen, blieb Fekir ein weiteres Jahr bei Olympique Lyon, bevor er im Sommer für den Schnäppchenpreis von 20 Millionen Euro zu Betis Sevilla ging. Dort unterschrieb er einen Vertrag bis 2023 und war in bisher sechs Einsätzen an drei Treffern beteiligt. Jedoch hätte er sich, wenn der Wechsel nach Liverpool geklappt hätte, bereits Champions-League-Sieger nennen dürfen.

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