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Verkauf von Wembley-Stadion ist geplatzt: Shahid Khan zieht Angebot zurück
Das Wembley-Stadion bleibt im Besitz der FA © Getty Images
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Der US-amerikanische Milliardär Shahid Khan zieht sein Angebot für den Kauf des Wembley-Stadions zurück und begründet seine überraschende Entscheidung.

Der Verkauf des Londoner Wembley-Stadions für umgerechnet rund 670 Millionen Euro (600 Millionen Pfund) an den pakistanisch-amerikanischen Milliardär Shahid Khan ist geplatzt. Wie der englische Fußball-Verband FA bekannt gab, zog Khan sein Kaufangebot am Mittwoch zurück.

"Anfang des Jahres erhielten wir ein offizielles Angebot von Herrn Khan. Es war ein sehr glaubwürdiges Angebot und wurde daher ernsthaft in Erwägung gezogen", erklärte Verbandschef Martin Glenn: "Heute hat er uns mitgeteilt, dass er das Angebot zurückziehen wird. Wir respektieren seine Entscheidung."

Khan fürchtet Spaltung durch Wembley-Kauf

Demnach sei der Besitzer des FC Fulham, Klub des 2014er-Weltmeisters Andre Schürrle, nicht mehr vollends davon überzeugt, dass sein Engagement Gelder freisetzen würde, die zur Verbesserung der Gemeinschaftseinrichtungen in England beitrügen. Stattdessen sei Khan der Meinung, dass der Kauf des Wembley-Stadions durch ihn die Menschen eher spalten würde, so Glenn weiter.

Eigentlich hatte sich die FA durch die Einnahmen eines Verkaufs an Khan, der ursprünglich auch das NFL-Team Jacksonville Jaguars regelmäßig im Wembley spielen lassen wollte, einen enormen Aufschwung für den englischen Fußball versprochen.

Der 2007 abgeschlossene Neubau des Stadions hatte 757 Millionen Pfund (866 Millionen Euro) gekostet, davon verblieb eine Restschuld von 142 Millionen Pfund (162 Millionen Euro), welche die FA bis 2024 abtragen will. Diese hätte im Falle eines Verkaufes auch Khan übernommen.

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