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Nach dem Champions-League-Aus gegen Tottenham Hotspur gelingt Manchester City in der Premier League die Revanche. Ein Youngster wird zum Matchwinner.

Manchester City hat am 35. Spieltag der englischen Premier League einen eminent wichtigen 1:0 (1:0)-Sieg gegen Tottenham Hotspur gefeiert. Das Team von Coach Pep Guardiola nahm nur drei Tage nach dem hochdramatischen Aus in der Champions League gegen die Spurs erfolgreich Revanche an dem Team aus Nordlondon. (SERVICE: Spielplan der Premier League)

"Der Sieg war im Rennen um die Meisterschaft sehr wichtig. Wir wissen, dass wir keine Punkte mehr abgeben dürfen. Der Titel liegt in unseren Händen. Wir kämpfen bis zum Schluss", sagte Guardiola nach der Begegnung.

Mit nun 86 Punkten eroberte City die Tabellenführung zumindest vorübergehend vom FC Liverpool (85) zurück, der sich diese aber am Sonntag durch einen Auswärtserfolg bei Cardiff City (ab 17 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) zurückholen kann. Zum ersten Mal in der Geschichte der Premier League können zwei Teams die Saison mit über 90 Punkten abschließen. (SERVICE: Tabelle der Premier League)

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Dabei hätte es nach gerade drei Spielminuten beinahe im Kasten von City geklingelt. John Stones leistete sich einen katastrophalen Querpass, genau in die Füße von Tottenham-Stürmer Lucas Moura, der zu Champions-League-Held Heung-Min Son weiterleitete.

Doch im Gegensatz zum Spiel in der europäischen Königsklasse unter der Woche, in dem der Südkoreaner doppelt traf, fand der Stürmer dieses Mal seinen Meister in City-Keeper Ederson.    

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Son-Chance weckt City auf

Die Situation schien ein Weckruf für die Truppe aus Manchester zu sein, bei der Ilkay Gündogan im Gegensatz zu Leroy Sané in der Startelf stand. Denn nur zwei Minuten nach Sons Chance ging City in Führung. Bernardo Silva schlug eine schöne Flanke von rechts in Richtung langer Pfosten, dort legte Sergio Agüero per Kopf quer zu Youngster Phil Foden, der mit seinem ersten Premier-League-Treffer zum 1:0 einnickte.

Von da an spielten zunächst nur noch die Citizens. Die Spurs schienen in der Anfangsviertelstunde völlig überfordert und hatten dem Angriffswirbel der Heimmannschaft nichts entgegenzusetzen.

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Erst Tottenhams Spielmacher Christian Eriksen konnte ein offensives Lebenszeichen setzen. Der Däne scheiterte aber frei vor Ederson, der mit dem Fuß entschärfte (14.). Zwei Minuten später setzte Eriksen mit einem Weltklasse-Pass Son in Szene. Der Südkoreaner wurde aber von Aymeric Laporte in letzter Sekunde per Grätsche geblockt.

Kurz darauf hatten die Spurs allerdings großes Glück. Abwehrchef Jan Vertonghen holte am Strafraumeck Silva im Sechzehnmeterraum von den Beinen, doch die Pfeife von Schiedsrichter Michael Oliver blieb stumm. Und den Videobeweis führt die Premier League erst zur Saison 2019/20 ein.

De Bruyne verletzt raus

In der 38. Minute dann ein Rückschlag für Manchester City. Mittelfeldregisseur Kevin de Bruyne rutschte ohne Fremdeinwirkung mit dem Standbein aus und musste mit einer Knieverletzung den Platz verlassen, für ihn kam Fernandinho in die Partie.  

"Ich weiß noch nichts genaues. Ich habe noch nicht mit ihm oder den Ärzten gesprochen", äußerte sich City-Coach Guardiola in der Pressekonferenz nach dem Spiel und zeigte sich skeptisch, ob der Belgier in dieser Saison noch einmal spielen kann. "Vielleicht wird er die vier übrigen Spiele (in der Premier League; Anm. der Red.) und das FA-Cup-Finale verpassen. Wir werden es morgen wissen, aber für das nächste Spiel dürfte er ausfallen", führte der Spanier weiter aus.

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Fast wäre es für Manchester noch bitterer gekommen, als Son nach einem schönen Solo gegen drei City-Verteidiger aus knapp 15 Metern in zentraler Position zum Abschluss kam. Doch der starke Ederson war erneut auf dem Posten (44.) und so retteten die Citizens das 1:0 in die Pause.

Manchester kam mit Schwung aus der Kabine. Agüero und Foden kamen in der 49. Minute zu einer Doppelchance, ihre Schussversuche wurden aber beide geblockt.

"Ausgleichende Gerechtigkeit" dann in der 59. Minute: Als Tottenhams Dele Alli sich den Ball im City-Strafraum vorlegt, geht Abwehrspieler Kyle Walker mit dem linken Arm dazwischen. Doch erneut gibt der schwache Unparteiische Oliver keinen Elfmeter und lässt weiterspielen.

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Sanés Einwechslung bringt Schwung

Nach 66 Minuten ersetzte Sané Manchesters Top-Torjäger Agüero. Und Sanés Einwechslung brachte Schwung ins Angriffsspiel von City. Erst führte der deutsche Nationalspieler sich unmittelbar nach seiner Hereinnahme mit seinem ersten Torversuch ein.

Kurz darauf setzte Sané seinen Teamkollegen Raheem Sterling mit einem Pass in den Rücken der Abwehr perfekt in Szene, doch der scheiterte aus fünf Metern an Tottenhams Keeper Paolo Gazzaniga, der Stammtorwart Hugo Lloris (muskuläre Probleme) ersetzte.

Knapp zwanzig Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit brachte Spurs-Trainer Mauricio Pochettino City-Schreck Fernando Llorente, der am Mittwoch in der Champions League mit seinem Jokertor zum 3:4 das Aus von Manchester besiegelt hatte. Doch dieses Mal stach der Spanier nicht und so brachte Guardiolas Mannschaft das knappe 1:0 über die Runden.

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