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Brendan Rodgers konnte als Trainer den ersehnten Liga-Titel nicht nach Liverpool holen. Jetzt könnte er seinen Ex-Klub doch noch zum Meister machen.

Einen derartigen Kampf um die Meisterschaft hat es in England noch nicht gegeben. Kurz vor dem Ende der Premier-League-Saison liefern sich der FC Liverpool und Manchester City einen atemberaubenden Zweikampf, der sich schon über Monate hinzieht.

Fast in jeder Woche wechselte zuletzt die Tabellenführung. Ein ums andere Mal schoben sich die Reds an dem Konkurrenten aus Manchester vorbei, ehe die Skyblues nachzogen und die Spitze zurückeroberten. (SERVICE: Spielplan der Premier League)

Was den Titelkampf auszeichnet, ist allerdings nicht nur die Spannung, sondern vor allem die Qualität der beiden Teams. Liverpool hat in der kompletten Spielzeit nur ein einziges Spiel verloren und trotzdem die schlechteren Karten im Schlussspurt. (SERVICE: Tabelle der Premier League)

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Zwar steht das Team von Coach Jürgen Klopp im Moment, mit unglaublichen 94 Punkten, wieder einmal auf dem ersten Platz. City (92 Punkte) hat aber ein Spiel weniger und könnte mit einem Sieg gegen Leicester City am Montagabend (Premier League: Manchester City - Leicester City ab 21 Uhr im LIVETICKER) wieder auf die 1 springen. 

97 Punkte könnten nicht zum Titel reichen

Es ist eine von zwei Chancen, die Liverpool bleiben, auf einen Ausrutscher des Konkurrenten zu hoffen. Für ManCity ist es eine von zwei Hürden, die das Team noch von der Titelverteidigung trennen. Im letzten Jahr hatte das Team von Trainer Pep Guardiola mit 100 Punkten eine Bestmarke aufgestellt. Ein Jahr später könnten Liverpool 97 Punkte nicht zum Titel reichen. 

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Kein Wunder, dass sich die Konkurrenten gegenseitig mit Lob überschütten. "City ist ein tolles Team", gestand Reds-Kapitän Jordan Henderson am Sonntag gegenüber britischen Reportern. "Aber wir auch. Wer den Titel gewinnt, der hat ihn auch verdient. Wir hätten nicht mehr tun können. Wir müssten nichts bereuen."

Das sieht auch Guardiola so, der Liverpool im Gespräch mit Goal als eines der besten Teams der letzten zehn Jahre bezeichnete. "Deshalb ist es großartig, gegen sie bis zum Schluss zu kämpfen und noch alles selbst in der Hand zu haben. Das ist die größte Freude, die ich als Trainer je hatte."

Angesichts der dramatischen Ausgangssituation beten die LFC-Fans, für die Fußball ohnehin mehr Religion als Sport ist, am Montag geschlossen zum Fußballgott. Genau wie die Spieler. "Die Jungs werden sich das Spiel am Montag ansehen und für ein Wunder beten", erzählte Henderson.

Die Hoffnungen der Reds ruhen auf Ex-Coach Rodgers

Kurios ist, dass die Hoffnungen der Reds vor allem ihrem früheren Trainer Brendan Rodgers ruhen. Der Nordire hatte von 2012 bis 2015 in Anfield das Sagen, nun trainiert er City-Gegner Leicester.

"Ich bin mir sicher, dass Leicester ein großartiges Team ist und alles geben wird", meinte Henderson, der auch unter Rodgers schon bei Liverpool spielte. "Ob ich Brendan eine Nachricht schreibe? Nein. Naja, vielleicht. Ich denke darüber nach."

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In der Saison 2013/14 hatte sich Rodgers mit dem LFC im Meisterrennen ausgerechnet Manchester City geschlagen geben müssen. Kurz darauf wurde er wegen Erfolglosigkeit entlassen und durch Klopp ersetzt.

Der 46-Jährige hatte es nicht geschafft, den Liga-Titel endlich wieder nach Liverpool zu holen. Den letzten holte der Traditionsklub im Jahr 1990, vor 29 Jahren!

Jetzt könnte Rodgers seinem Ex-Klub aber tatsächlich zur ersehnten Meisterschaft verhelfen. Dann würde ihm das gelingen, was ihm als Trainer verwehrt blieb: Rodgers würde in Anfield zur Legende werden.

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