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Die China-Reise von Manchester City wird für den englischen Meister zum PR-Desaster. Die Chinesen sind sauer über das arrogante Auftreten des Klubs.

Die China-Reise von Manchester City steht unter keinem guten Stern und scheint zudem in einem PR-Desaster zu enden.

Bereits der Start am vergangenen Samstag ging gründlich schief. Wegen einer Flug-Panne mussten Trainer Pep Guardiola und Co. umplanen.

Wie englische Medien berichten, fehlte dem Flug die Erlaubnis für den chinesischen Luftraum. Letztlich musste Pep Guardiola sein Team auf zwei Linienmaschinen umbuchen, um dann mit 48-stündiger Verspätung zu starten.

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Chinesen gehen auf ManCity los

Doch der Flug-Ärger scheint wohl das kleinere Problem des englischen Meisters zu sein auf der China-Reise zu sein.

Das Team von Pep Guardiola zog sich den Zorn der Gastgeber zu. Die staatliche Agentur Xinhua Agency warf den Citizens vor, nur wegen des Geldes nach China gekommen zu sein und bezeichnete City als "respektlos und arrogant".

Es ging los damit, dass sich Guardiola den Unmut der Medien zuzog, als er sich weigerte, nach der Final-Niederlage gegen West Ham United bei der Asia Trophy mit den Fans zu sprechen. Doch die Missachtung der chinesischen Fans und Journalisten zog sich wie ein roter Faden durch die Reise der Engländer.

Chinesische Journalisten müssen draußen bleiben

Bei einem Pressetermin brüskierte der Klub erneut die Gastgeber. Chinesische Sportreporter wurden wie Medienpartner zweiter Klasse behandelt, als sie bei einem Interview-Termin mit den City-Stars Rodri und Oleksandr Zinchenko aus dem Raum komplimentiert wurden, damit die mitgereisten britischen Kollegen ungestört ihre Fragen stellen konnten.

Citys Pressemann begründete die Ungleichbehandlung anschließend etwas unbeholfen mit Anweisungen von "oberhalb meiner Ebene".

City-Geschäftsführer sorgt für Unmut

Bei einem der wenigen wirklichen Kontakte mit den Gastgebern offenbarte City-Geschäftsführer Ferran Soriano dann den wahren Grund für die Reise der Citizens ins Reich der Mitte. Der Spanier hielt einen 90-minütigen Vortrag vor Fachbesuchern.

Der Titel: "City Football Group: Die Schaffung eines wahrhaft globalen Fußball-Fußabdrucks". Der Inhalt: Wie Manchester City den chinesischen Sponsoren und (VIP-)Fans künftig auf möglichst einfache Weise möglichst viel Geld aus den Taschen zu ziehen gedenke.

Soriano ließ seine Gastgeber mit einem etwas ungläubigem Gesichtsausdruck zurück.  

Dabei wollte Manchester City eigentlich in China groß durchstarten. City-Besitzer Sheikh Mansour verkaufte im Dezember 2015 eine 13-prozentige Beteiligung an dem Klub für 265 Millionen Pfund an Chinese Media Capital.

Vor fünf Monaten kauften sie dann den chinesischen Klub Sichuan Jiuniu FC, um sich in Asien noch stärker präsentieren zu können.

Andere Klubs ausdrücklich gelobt

So endete der Auftritt von Guardiola und seinem Team in einem PR-Desaster. Während die drei anderen englischen Klub, West Ham, Newcastle und Wolverhampton von den Chinesen ausdrücklich gelobt wurden, hinterlässt Manchester City in Asien einen Scherbenhaufen.

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