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Unter Louis van Gaal gelang Jesse Lingard einst der Durchbruch in der Premier League. Doch Manchester Uniteds Vorzeigekicker hat eine schwierige erste Jahreshälfte hinter sich.

Es ist noch nicht lange her, da galt Jesse Lingard als Paradebeispiel für die Nachwuchsarbeit bei Manchester United. Seit Jugendzeiten kickte der Offensivmann für die "Red Devils".

Nach Leihstationen in Leicester und Brighton verhalf ihm kein Geringerer als Louis van Gaal dort zum Durchbruch in der Profimannschaft. 

Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland spielte der 26-Jährige unter Trainer Gareth Southgate eine tragende Rolle und war mitverantwortlich für den Einzug der Engländer ins Halbfinale.

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Doch in den letzten zwölf Monaten geriet die Karriere Lingards ins Stocken. Das hat seine Gründe.

Alle Saisontore Lingards in einem Monat

Angefangen hat die Talfahrt Lingards mit einer kurzen Vorbereitung nach der WM und einer wochenlangen Verletzung zu Saisonbeginn. Daraufhin verlor der Rechtsaußen seinen Spielrhythmus und kam nur schwer wieder in Tritt.

Nach dem Trainerwechsel von Jose Mourinho zu Ole Gunnar Solskjaer im Dezember 2018 war er dann endlich wieder in Form. Innerhalb kürzester Zeit markierte er in der Premier League vier Tore und schien wieder der Alte zu sein. Doch seither ist es wie abgeschnitten.

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Im Kalenderjahr 2019 ist Lingard noch komplett ohne Tor und gab auch nur eine Torvorlage in der Premier League.

Heftige Kritik von Ince

Das noch aus der Ära von Sir Alex Ferguson erfolgsverwöhnte Umfeld der "Red Devils" packt den Angreifer daher auch nicht in Watte.

"Spieler wie Jesse Lingard denken, sie sind größer als der Verein und der Trainer", kanzelte ihn jüngst Vereinslegende Paul Ince ab. "Jesse war dieses Jahr einfach nur durchschnittlich. So, wie er in der letzten Saison gespielt hat, sollte es ihm peinlich sein."

Einmal in Fahrt, legte Ince gleich nach. "Für mich hängen viele Probleme mit der Einstellung des Teams zusammen. Die Spieler machen nur das, was sie wollen, wann sie wollen und es gibt keine Kontrolle von oben. Das wäre unter Fergie nicht passiert, und es würde nicht unter Pep Guardiola passieren."

Seit 2013 wartet ManUnited auf den ersten Titel in der Premier League. Nach einem ersten Aufschwung unter Solskjaer erreichte das Team auch unter ihm letztlich nur Platz sechs.

Wochengehalt befeuert Anspruchsdenken

Zu wenig für die hohen Ansprüche des verwöhnten Rekordchampions, der sich schwertut, die Teilnahme an der Europa League als standesgemäß zu akzeptieren.

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Kommt die Wende gegen Crystal Palace?

In dieser Saison soll es bitte wieder zumindest die Königsklasse sein. Ist es doch schmerzhaft genug, den Stadtrivalen City seit Jahren nur von hinten zu sehen. Der Start in die neue Spielzeit ist mit vier Punkten aus zwei Partien ganz ordentlich gelungen. Mit Lingard jeweils in der Startelf. Eines der Gesichter der Katastrophensaison Uniteds schickt sich an, Wiedergutmachung zu betreiben.

Kommen nun endlich - und vielleicht schon heute gegen Crystal Palace (Premier League: Manchester United - Crystal Palace, ab 16 Uhr im LIVETICKER) -  wieder ein paar Scorerpunkte hinzu, dürfte Lingard auch sein stolzes wöchentliches Salär von 100.000 Pfund nicht mehr unter die Nase gerieben werden dürfen. 

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