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Manchester - Klopps Joker Lallana sticht und wendet die Niederlage gegen Manchester United ab. Liverpool muss den ersten Punktverlust der Saison hinnehmen, ist aber weiter ungeschlagen.

Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben ausgerechnet gegen das kriselnde Manchester United den Siegrekord der Premier League verpasst, mit Mühe aber die erste Niederlage in der Meisterschaft nach mehr als zehn Monaten vermieden. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Nach saisonübergreifend 17 Premier-League-Siegen in Serie mussten sich die Reds bei Manchester United am Sonntag mit einem 1:1 (0:1) zufrieden geben, der eingewechselte Adam Lallana (85.) rettete dem Tabellenführer noch einen Punkt.

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Mit einem Sieg hätte die Klopp-Elf den Rekord von Manchester City egalisiert, das in der Saison 2017/18 18 Spiele in Serie gewonnen hatte. Liverpools Vorsprung auf Verfolger ManCity, das am Samstag 2:0 (2:0) bei Crystal Palace gewonnen hatte, beträgt damit noch sechs Punkte. (Service: TABELLE der Premier League)

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Rashford besorgt United-Führung

Marcus Rashford (36.) traf für ManUnited, das mit zehn Punkten und 15 Zählern Rückstand auf Liverpool nur 13. ist. Mit weniger Punkten war der Rekordmeister zuletzt 1989/90 gestartet.

Der junge Angreifer haderte nach dem Spiel bei BBC Sport mit dem Resultat: "Wir hätten heute die drei Punkte verdient gehabt. Ich denke nicht, dass Liverpool gut genug war, um sich das Unentschieden zu verdienen, aber so ist Fußball. Das war heute eine große Gelegenheit - und wir haben sie verpasst."

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Liverpool, das auf den am Knöchel verletzten Torjäger Mohamed Salah verzichten musste, aber erstmals nach zehn Wochen Zwangspause wieder Stammkeeper Alisson einsetzen konnte, fand im Old Trafford kaum ins Spiel und zeigte eine ungewohnt fehlerhafte Vorstellung.

In einer zunächst an Höhepunkten armen Partie hatte Liverpools Roberto Firmino erst nach einer guten halben Stunde bei einem Konter die erste gute Chance (34.), der fast postwendend Rashford nach toller Vorarbeit von Daniel James die Führung folgen ließ.

Klopp tobt am Seitenrand

Dem Treffer des englischen Nationalstürmers ging allerdings ein vermeintliches Foul von Manchesters Victor Lindelöf an Salah-Vertreter Divock Origi voraus, doch auch nach der Überprüfung durch den Videoassistenten hatte der Treffer sehr zum Ärger Klopps Bestand. Der deutsche Coach diskutierte immer wieder heftig mit dem vierten Offiziellen am Seitenrand.

Auch nach der Partie war Klopp immer noch aufgebracht über die Entscheidung des Videoassistenten. Bei BBC Sport erklärte er seine Sicht der Dinge: "Das erste Tor, ich denke da stimmt jeder zu, war ein Foul. Aber mit dem VAR ist es kein klares Foul. So ist die Situation. Wir haben nicht verloren, aber es war ein klares Foul. Es gab einen eindeutigen Kontakt und Divock Origi wird zu Fall gebracht. Das ist kein klares Foul? So funktioniert das nicht. Das ist nicht so wie es sein sollte."

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Das vermeintliche Ausgleichstor von Sadio Mane kurz vor der Pause fand nach Videostudium hingegen keine Anerkennung. Zuvor war der Senegalese mit der Hand am Ball. 

Joker Lallana erlöst Liverpool

In der zweiten Halbzeit stemmte sich Liverpool gegen die erste Liga-Niederlage seit dem 3. Januar (1:2 gegen Manchester City) und wurde von Joker Lallana belohnt. Klopp und Liverpool können mit dem Punkt im Old Trafford leben.

Klopp sagte bei BBC Sport: "Das Ergebnis ist in Ordnung. Es ist nicht so, wie wir es uns gewünscht haben, aber wir sollten froh sein, vor allem bei diesem Spielverlauf. Am Ende waren wir zu 100% tonangebend. Wir hätten gerne gewonnen, aber dafür müssen wir besser spielen."

Der Kapitän der Reds Jordan Henderson nahm das Remis gelassen: "Wir haben gekämpft, wir haben einen Punkt und jetzt machen wir weiter."

Solskjaer zufrieden mit der Leistung seiner Red Devils

Der zuletzt heftig kritisierte Ole Gunnar Solskjaer betonte gegenüber BBC Sport, dass er durchaus zufrieden ist, mit der Leistung seines Teams.

"Es war eine überzeugende Leistung von uns, auf die wir aufbauen können. Die Aggression, die Einstellung und der Wille waren fantastisch." Trotz des späten Gegentreffers lobte er seine Mannschaft: "Ich würde nicht sagen, dass wir frustriert sind. Wenn man sich anschaut wie wir unseren Matchplan umgesetzt haben und die Spieler sich bemüht haben, kann man nicht enttäuscht sein."

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