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Die Premier League kämpft um ihr Comeback
Die Premier League kämpft um ihr Comeback © Getty Images
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Die Tabellenletzten der englischen Premier League stellen der Liga ein Ultimatum: Sie stimmen nur für eine Saison-Fortsetzung, wenn ihre Forderung erfüllt wird.

In der Bundesliga wirft die Entwicklung bei Dynamo Dresden viele Fragen auf und auch in England steht die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Profi-Fußball auf der Kippe. 

Denn die Abstiegskandidaten wehren sich weiter vehement gegen die Pläne der Premier League. 

Denn diese sehen vor, dass die Spiele an zehn neutralen Spielstätten durchgeführt werden sollen - auf Anraten der Gesundheitsbehörde in England. Ein vermeintlicher Nachteil, den Brighton and Hove Albion (Tabellen-Fünfzehnter), Aston Villa (19.) und der FC Watford (17.) bereits öffentlich abgelehnt haben

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Gemeinsam mit Norwich City (20.), dem AFC Bournemouth (18.) und West Ham United (16.) rebellieren die Tabellen-Schlusslichter nun offenbar gegen "Projekt Restart". 

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Wie der Mirror berichtet, wollen die sechs Klubs auf einem virtuellen Treffen der Vereinsvertreter mit den Ligaverantwortlichen am Montag nur für eine Fortsetzung der Saison stimmen, wenn der Abstieg für 2019/20 abgeschafft wird. 

Soll heißen: Diese Klubs wollen nur dann auf neutralem Boden antreten, wenn ihr Verbleib in der Elite-Liga garantiert ist. Wenn Klubs und Liga am Montag zusammenkommen, müssen 14 von 20 Klubs für die angedachten Comeback-Pläne stimmen. 

Der Daily Mail sagte Brightons Geschäftsführer Paul Barber zudem: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den falschen Schritt machen. Denn wenn wir es tun, könnte es Leben ruinieren. Es könnte Leben kosten. Das können wir uns nicht erlauben." Die Saison soll am 12. Juni wieder aufgenommen werden und mit dem Finale um den FA-Cup am 8. August enden. 

Stellen sich die Profis quer?

Allerdings sind es womöglich nicht nur die vermeintlich kleinen Klubs, die den angestrebten Neustart in England kippen könnten. 

Denn auch immer mehr Spieler äußerten sich kritisch. So zum Beispiel der Franzose Anthony Knockaert, der derzeit bei von Brighton an den FC Fulham ausgeliehen ist: "Deutschland startet bald wieder, und ich finde das ein bisschen absurd. Ein bisschen gefährlich für die Gesellschaft und die Spieler."

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Er glaube, dass er diese Sichtweise mit vielen Spielern teile: "Es ist beängstigend." Neven Subotic von Union Berlin hatte beim Deutschlandfunk moniert, dass die Spieler der deutschen Profi-Ligen bei der Entscheidung zum Re-Start übergangen worden seien - und dabei angemerkt: "In Italien und England ist der Spielerverband eine Instanz, die in solchen Krisenfällen konsultiert wird."

Sollten sich die englischen Profis also tatsächlich querstellen, könnte das das Saisonfinale in England scheitern lassen. 

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