Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Der frühere FIFA-Boss Joseph S. Blatter äußert sich zum Strafverfahren gegen seinen Nachfolger Gianni Infantino. Seine Forderungen sind unmissverständlich.

Der ehemalige FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat nach der Eröffnung eines Strafverfahrens gegen seinen Nachfolger Gianni Infantino Maßnahmen von den FIFA-Ethikern gefordert.

"Ich bin der Meinung, dass die Ethikkommission nun aktiv werden muss - wie sie dies auch im Herbst 2015 getan hatte, als ich dann suspendiert wurde", sagte der ehemalige Boss des Fußball-Weltverbands dem SID.

Am Donnerstag hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Infantino eröffnet. In der Schweiz ist der 50-Jährige in eine Justizaffäre um den scheidenden Bundesanwalt Michael Lauber (54) verwickelt. Lauber hat seinen Rücktritt für Ende Januar 2021 eingereicht. Wegen ausstehender Urlaubsansprüche wird er seinen Posten allerdings bereits Ende August räumen.

Anzeige

Als gegen Blatter 2015 wegen des Vorwurfs der Untreue in der Schweiz ein Strafverfahren eröffnet worden war, wurde die damalige Ethikkommission mit dem deutschen Hans-Joachim Eckert an der Spitze schnell aktiv. Knapp zwei Wochen danach wurde zunächst eine 90-Tages-Sperre verhängt, letztlich wurde Blatter dann sogar für mehrere Jahre aus dem Verkehr gezogen. Mittlerweile ist die Ethikkommission allerdings mit anderen Personen besetzt - dies hatte unter anderem Infantino vor drei Jahren angeregt.

Der 84 Jahre alte Blatter hatte Infantino unlängst bereits scharf kritisiert und der Boulevardzeitung Blick gesagt, dass Infantino "als FIFA-Präsident nicht mehr tragbar" sei.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image