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Xherdan Shaqiri (2. v. r.) schoss die Reds in Führung
Xherdan Shaqiri (2. v. r.) schoss die Reds in Führung © Getty Images
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München - Xherdan Shaqiri darf beim FC Liverpool nach langer Zeit mal wieder ran. Der Schweizer begeistert mit seiner Leistung auch Trainer Jürgen Klopp.

Als Jürgen Klopp auf das Freistoßtor von Xherdan Shaqiri angesprochen wurde, geriet er ins Schwärmen.

"Was für ein Tor war das denn?", sagte der Trainer des FC Liverpool nach dem 7:2 der Reds im League Cup gegen Lincoln City: "Dieser Freistoß war herausragend."

In der 9. Minute bekam Liverpool knapp hinter der Strafraumgrenze aus etwa 20 Metern in rechter Position einen Freistoß zugesprochen.

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Shaqiri lief an und zirkelte den Ball mit viel Effet mit links rechts oben ins Netz. "Riesen-Comeback" und "Traum-Freistoß" war in den Schweizer Medien anschließend zu lesen.

Shaqiri macht endlich mal wieder sportlich auf sich aufmerksam.

Shaqiri hat beim FC Liverpool nur eine Nebenrolle

Denn normalerweise nimmt der Schweizer bei den Reds nur eine Nebenrolle ein. Weder in der offensiven Dreierreihe noch im zentralen Mittelfeld hat Shaqiri eine Chance auf regelmäßige Einsätze.

Am 15. Juli hatte der frühere Bayern-Star zum letzten Mal auf dem Platz gestanden.

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Ganze sieben Mal kam er in der vergangenen Saison in der Premier League zum Einsatz, 2020 waren es bis Donnerstag acht (!) Pflichtspielminuten. In der Startelf fand sich der 28-Jährige am 14. Dezember 2019 das letzte Mal wieder.

Neben der großen Konkurrenz bremsen Shaqiri auch kleinere Verletzungen immer wieder aus. So fiel sein Comeback in der Schweizer Nationalmannschaft ins Wasser, weil er ausrutschte.

Bereits als Klopp im Dezember 2019 auf Shaqiris seltene Einsätze von Beginn an angesprochen wurde - damals waren es sieben Monate ohne Berücksichtigung in der Startelf - sagte er: "Wirklich? Sorry, Shaq. Er war leider ein paar Mal verletzt."

Doch wenn Shaqiri von Klopp auf den Rasen geschickt wird, stellt er seine Qualitäten zumeist unter Beweis. Wie am Donnerstag, als er nicht nur ein tolles Freistoßtor erzielte.

Klopp wechselt Shaqiri aus

So bereitete er das 2:0 von Takumi Minamino vor und gehörte auch sonst zu den aktivsten Spielern des Premier-League-Siegers 2020. "Er hat ein wirklich gutes Spiel gemacht und seine ruhenden Bälle waren hervorragend", meinte auch Klopp.

Nach 75 Minuten nahm der Trainer den Kraftwürfel vom Feld - was er später bereute.

"Es war mein Fehler. Ich dachte, er habe sich den Knöchel leicht verdreht, aber es war gar nichts", meinte Klopp: "Als Shaq sich zwei Mal an den Fuß gefasst hat, dachte ich, es wäre gut, ihn jetzt rauszunehmen."

Shaqiri läuft in B-Elf auf

Bei allem Lob, das Shaqiri kassierte: Zu viele Hoffnungen auf eine größere Rolle sollte er sich nicht machen. Zwar betonte Klopp: "Im Moment sieht es sehr gut und vielversprechend aus. Wir werden sehen. Es gibt keine Zweifel über seine Qualität, die gab es nie."

Doch zur Wahrheit gehört, dass im League Cup abgesehen von Virgil van Dijk keine nominelle Stammkraft randurfte.

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Hitzfeld hofft auf Shaqiri-Wechsel

Ein früherer Trainer rät Shaqiri daher auch zu einem Abgang.

"Man müsste eigentlich hoffen oder ihm wünschen, dass er vielleicht einen Wechsel macht. Damit er wieder regelmäßig zum Spielen kommt", sagte Ottmar Hitzfeld, der ihn einst bei der Schweizer Nationalmannschaft betreute, bei Blue Sport.

Zumindest beim Doppelschlag gegen Arsenal - die Reds treffen innerhalb einer Woche in Liga und Pokal auf die Gunners - könnte Shaqiri eine weitere Chance erhalten. Und vielleicht ja auch wieder für ein Glanzlicht sorgen.

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