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Max Meyer steht bei Crystal Palace auf dem Abstellgleis. Dadurch könnte der einstige Nationalspieler für einige Bundesligisten zum Schnäppchen werden.

"Ich fühle mich wirklich sehr wohl in London." Das sagte Max Meyer im SPORT1-Interview im Februar. Dieser Zustand könnte sich mittlerweile geändert haben. Der 25-Jährige durchlebt die schwierigste Phase seiner Karriere.

Bei Crystal Palace ist der langjährige Schalker für die erste Mannschaft kein Thema mehr. Ende Oktober stand er letztmals im Premier-League-Kader. Dass sich seine Perspektive bei den Londonern noch einmal gravierend ändert, erscheint zweifelhaft.

Im Sommer 2018 war Meyer nach einem unschönen medialen Hin und Her von seinem Jugendverein Schalke 04 nach England gewechselt. Die Ambitionen des Max Meyer waren riesig. So klangen jedenfalls die öffentlichkeitswirksamen Aussagen seines Beraters. Der Wechsel zum in Deutschland eher unbekannten Crystal Palace war da schon eine kleine Überraschung.

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Max Meyer und Crystal Palace: Keine Liebesgeschichte

Bei dem Londoner Klub wollte Meyer sich in der besten Liga der Welt beweisen. Zunächst gelang ihm das auch einigermaßen. Der gebürtige Oberhausener absolvierte in seiner ersten Saison 29 Ligaspiele für die Eagles. Spätestens ab der vergangenen Saison ging es aber steil bergab. 19/20 waren es nur noch 17 Einsätze für Meyer. In der aktuellen Saison stand er noch überhaupt nicht in der Premier League auf dem Platz. (Spielplan der Premier League)

Einmal durfte er mit den Profis auflaufen, bei der Pokalniederlage gegen den Zweitligisten aus Bournemouth. Ansonsten steht nur ein einziges weiteres Spiel zu Buche. Nämlich für die zweite Mannschaft von Palace. Insgesamt kommt er in der aktuellen Saison auf 174 Pflichtspielminuten. Das wird weder Meyers Ambitionen noch seinem unbestrittenen Talent gerecht.

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Sein Vertrag läuft aber glücklicherweise nur noch bis Sommer. Das bedeutet, dass Crystal Palace den gutverdienenden Deutschen im Winter verkaufen muss, wenn er dem Klub noch Geld einbringen soll. Wie The Athletic berichtet, wäre der Verein aber auch bereit, Meyer im Sommer ablösefrei gehen zu lassen. Ein hoher Transfererlös sei ohnehin nicht zu erwarten. (Tabelle der Premier League)

Meyer zurück zu Schalke?

Der einstmals hochgehandelte Nationalspieler ist laut Transfermarkt zurzeit nur noch drei Millionen Euro wert. Vor zwei Jahren waren es noch 20 Millionen. Es muss sich also dringend etwas an Meyers Situation ändern. Ansonsten verläuft die so verheißungsvoll begonnene Karriere im Sande.

Die romantische Vorstellung, dass er als Retter in der Not zu seinem Ex-Klub Schalke wechseln könnte, scheint trotz seiner weiterhin bestehenden Verbindungen zu dem Traditionsverein unwahrscheinlich. Schalke hat kein Geld und in der aktuellen Situation der Königsblauen gäbe es wohl keinen schlechteren Ort für einen Neuanfang.

Die Bundesliga ist dennoch ein realistisches Ziel. Viele Vereine würden von den spielerischen Fähigkeiten des zentralen Mittelfeldspielers profitieren. Und auch das Gehalt sollte nach der langen Auszeit in London nicht mehr exorbitant hoch sein.

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Meyer könnte entweder zum Schnäppchen im Winter werden oder ablösefrei im Sommer kommen. Einigen Vereinen, die auf der Suche nach kreativem Input sind – beispielsweise Bremen, Köln oder Mainz – stünde er gut zu Gesicht.

Im Sommer sagte Meyer noch: "Ich denke jetzt nicht an Abschied." Das ist Schnee von gestern, schon damals hatte er hinzugefügt: "Natürlich kann die Bundesliga mal wieder ein Thema werden." Was damals vage war, könnte schon zeitnah konkreter werden.

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