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Nach rassistischen Anfeindungen in Verona setzt Mario Balotelli ein Zeichen und verlässt mitten im Spiel den Platz. Erst nach einer Weile kehrte er zurück.

Nächster Rassismus-Eklat der italienischen Serie A.

Beim 2:1-Sieg von Hellas Verona gegen Brescia Calcio wurde Gästestürmer Mario Balotelli erneut zur Zielscheibe rassistischer Sprechchöre.

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Als der italienische Nationalspieler in der 54. Minute den Ball in Höhe der gegnerischen Eckfahne abschirmte, brach er die Aktion auf einmal ab, schnappte sich den Ball und drosch ihn in Richtung der Kurve mit den Hellas-Fans.

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Mitspieler überreden Balotelli zum Weitermachen

Anschließend machte sich Balotelli auf den Weg in die Kabine und deutete an, er werde nicht mehr weiterspielen.

Insgesamt vier Minuten wurde die Partie unterbrochen - in dieser Zeit wurden die einheimischen Anhänger vom Stadionsprecher aufgefordert, ihre hässlichen Gesänge einzustellen.

Veronas Trainer Ivan Juric wollte dagegen nichts gehört haben. "Heute ist nichts passiert. Keine rassistischen Gesänge, überhaupt nichts", sagte er bei Sky Sport: "Rassistischer Missbrauch stößt mich ab, ich werde ständig als dreckiger Zigeuner bezeichnet. Aber heute gab es nichts, nicht einmal ein bisschen, nichts. Etwas anderes zu sagen, ist eine Lüge." 

Nur durch die Überredungskünste seiner Mitspieler ließ sich der Angreifer dazu bringen, weiter am Spiel teilzunehmen. In der 85. Minute gelang Balotelli noch der Anschlusstreffer - dennoch verlor der Aufsteiger am Ende die Partie.

Affenlaute in den italienischen Stadien sind immer wieder zu hören, Sanktionen gab es bisher kaum. Der italienische Verband hatte zuletzt "Null Toleranz" bei rassistischen Beleidigungen angekündigt.

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