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Juventus Turin wähnt sich gegen Milan auf der Siegerstraße, doch dann klingelt es innerhalb von wenigen Minuten gleich dreimal - auch dank Zlatan Ibrahimovic.

Erst patzt der Verfolger, dann kassiert auch der Spitzenreiter im Kampf um die italienische Meisterschaft eine Niederlage. 

Juventus Turin unterlag dem AC Milan in einer turbulenten Partie mit 2:4 (0:0) und konnte seine Führung in der Serie A daher nicht ausbauen. Zuvor hatte Lazio Rom bereits überraschend beim akut abstiegsbedrohten US Lecce mit 1:2 verloren. 

Juve lieferte sich vor allem in der torreichen zweiten Halbzeit ein wildes Duell mit Milan. Mit einem traumhaften Solo brachte Adrien Rabiot den Favoriten sogar in Führung (47. Spielminute), ehe Cristiano Ronaldo nach einem Abwehrfehler auf 2:0 erhöhte (53.). Doch dann stellte Milan die Partie im heimischen San Siro innerhalb von nur fünf Minuten auf den Kopf. 

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Zlatan Ibrahimovic verwandelte einen Handelfmeter (62.), dann legte er Franck Kessié auf engem Raum den Ausgleich auf (66.), Rafael Leao besorgte die Führung mit einem abgefälschten Flachschuss ins kurze Eck (67.). Der ehemalige Frankfurter Ante Rebic setzte mit in der 80. Minute noch einen drauf. 

Anschließend äußerte sich Ibrahimovic gewohnt bescheiden. "Ich bin Präsident, Spieler und Trainer! Das einzige Negative ist, dass ich nur als Spieler bezahlt werde", sagte der Schwede bei DAZN: "Wenn ich vom ersten Tag der Saison an da gewesen wäre, hätte wir den Scudetto (italienische Meisterschaft, Anm. d. Red.) gewonnen."

Ibrahimovic ergänzte: "Ich arbeite gut, komme in eine gute Balance. Ich fühle mich gut und versuche dem Team in jeder Art und Weise zu helfen."

Wie es mit dem Stürmer nach der Saison weitergeht, ist unsicher. "Wir werden sehen. Ich weiß nicht, ob mich Fans zum letzten Mal live gesehen haben. Es ist komisch, hinter verschlossenen Türen zu spielen. Wenn San Siro heute voll gewesen wäre, wäre es wunderbar gewesen."

Skandal bei Lazio-Spiel

Damit blieb der Patzer der Römer vorerst ohne größere Folgen, der Abstand zu Juve beträgt aber trotzdem weiter sieben Punkte. Felipe Caicedo (5.) brachte Lazio früh in Führung, Khouma Babacar (30.) und Fabio Lucioni (47.) drehten die Partie zugunsten des Aufsteigers. Lecces Marco Mancosu (45.+5) schoss einen Handelfmeter nach Videobeweis kurz vor der Pause über das Tor. 

Für den Aufreger der Partie sorgte jedoch Lazio-Verteidiger Patric. In der Nachspielzeit biss er Gegenspieler Giulio Donati von hinten in den Oberarm und sah dafür von Schiedsrichter Fabio Maresca die Rote Karte (90.+3).

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mit Sport-Informations-Dienst

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