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Regina Halmich sieht den Ashley-Kampf als ersten Prüfstein für Dina Thorslund
Regina Halmich sieht den Ashley-Kampf als ersten Prüfstein für Dina Thorslund © SPORT1-Grafik: KGZ Fougstedt/Team Sauerland/Paul Hänel
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München - SPORT1-Expertin Regina Halmich spricht über den anstehenden Kampfabend und lobt die junge Dänin Dina Thorslund. Doch auf sie wartet ein harter Prüfstein.

Liebe Boxfans,

am Samstag steigt der nächste große Box-Abend auf SPORT1 (der komplette Kampfabend ab 21.30 Uhr im TV). Im Hauptkampf fordert die junge Dänin Dina Thorslund die 50 Jahre alte Weltmeisterin Alicia Ashley um die WBC-Weltmeisterschaft im Super-Bantamgewicht heraus.

Ich habe zwei Kämpfe von Thorslund gesehen. Sie ist talentiert und sehr kämpferisch. Was sie in ihrer Karriere erreichen wird, kann man noch nicht abschätzen, weil der Kampf gegen Ashley ihr erster Prüfstein sein wird. Es wird ein sehr interessanter Fight. Ashley ist nicht leicht zu boxen. Sie ist bekannt für ihre extrem gute Beinarbeit und ihre Beweglichkeit.

Um jemanden wie die routinierte Ashley zu besiegen, braucht man viel Erfahrung. Thorslund darf ihr nicht hinterherlaufen, dann hat sie keine Chance. Sie muss ihr den Weg abschneiden und aggressiv attackieren, andernfalls wird es schwierig.

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Außerdem ist es sehr schwer gegen eine Rechtsauslegerin wie Ashley zu boxen. Die ersten zwei, drei Runden werden zeigen, ob auch Thorslund die technischen Fähigkeiten hat, Ashley zu schlagen. Zwar hat die 24-Jährige sechs ihrer zehn Siege nach K.o. erzielt, doch Ashley ist in ihrer langen Laufbahn noch nie K.o. gegangen. Es läuft alles auf einen Kampf über zehn Runden hinaus.

Rein von der Erfahrung her ist Ashley die Favoritin, aber wenn man auf das Alter schaut, ist fraglich, wie lange die 50-Jährige noch boxen will. Im Jahr 2017 hat sie nur einen Kampf bestritten. Es wird ein Duell der Generationen, das viel Spannung verspricht.

In einem weiteren Duell des Abends trifft Olympia-Teilnehmer Araik Marutjan im Mittelgewicht auf Nikoloz Gvajava. Es ist erst der dritte Profi-Kampf des Mannes aus Schwerin, der von Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer trainiert wird.

Diese Kombination mit einem ehemaligen Profi als Trainer ist von Vorteil. Denn der Trainer kann sich aufgrund seiner Erfahrung in seinen Schützling hineinfühlen und kennt die Emotionen im Ring. Aber das wichtigste ist, dass die Chemie zwischen Sportler und Trainer stimmt. Allerdings kommt Mautjan gerade erst von einem Achillessehnenriss und einer Grippe zurück. Ich hoffe, dass ihn das nicht beeinträchtigt.

Eure Regina Halmich

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