Huck-Gegner stichelt: "Muss sich erst mal beweisen!"
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Marco Huck feiert am Samstag sein Comeback im Ring. Uli Wegner, Graciano Rocchigiani und Axel Schulz diskutieren vorab seine Chancen und Perspektiven.

Im September 2017 bestritt er seinen letzten Profikampf gegen Alexander Usyk - und verlor. Nun ist er zurück und strebt nach den Sternen.

Marco Huck, einstiger Welt- und Europameister, wird am Samstag wieder in den Ring steigen (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im Stream). Sein Gegner heißt Yakup Saglam. Und sein Ziel: auch im Schwergewicht ganz nach oben zu gelangen.

Neue Gewichtsklasse für Huck

Denn für Huck gibt es eine Veränderung: Er wechselt aus dem Cruisergewicht in die Königsklasse des Boxens.

"Ich wollte eigentlich schon viel früher ins Schwergewicht hochgehen", erklärte er SPORT1. "Nach so vielen Jahren, die ich erfolgreich war, habe ich ein bisschen die Lust verloren. Und deshalb freue ich mich, dass ich jetzt wieder in der Gewichtsklasse boxe, in der mich wohlfühle."

Huck sieht sich also gerüstet für den Kampf gegen Saglam, der als K.o.-König gilt. Doch wie denken die Experten über Hucks Form und Chancen?

Wegner: "Wird Kampf gewinnen"

"Ich habe gehört, dass Marco für diesen Kampf in sehr guter Form sein soll", sagte Ulli Wegner bei SPORT1. Einst hatte er behauptet, Huck sei untrainierbar. "Als sein langjähriger Trainer weiß ich ja, dass Marco eine strenge Hand braucht, um seine besten Leistungen abzurufen. Ich glaube, den Kampf am Samstag wird er gewinnen, aber was ist danach die Perspektive?"

SPORT1 zeigt dieses Jahr 20 Kampfabende live im Free-TV, unter anderem mit Arthur Abraham, Tyron Zeuge und Vincent Feigenbutz.

Huck könne, wenn er gut geführt werde, auch im Schwergewicht ein "ordentliches Wort mitreden". Man müsse aber erst den Kampf am Samstag abwarten, schloss der 76-Jährige.

Ein strengeres Urteil fand Graciano Rocchigiani: "Gegen die ganz großen und schweren Jungs wird's wohl für Marco kaum reichen. Aber ich freue mich auf den Kampf am Samstag, weil bei den Kämpfen von Huck immer ordentlich was los ist."

Schulz erinnert an Povetkin-Kampf

Aller Voraussicht nach werde es siegreich enden für Huck, aber danach müsse man sehen, ob es im Schwergewicht zu Titelkämpfen für Huck kommen könne. "Ich habe meine Zweifel", sagte Rocchigiani.

SPORT1-Experte Axel Schulz erinnerte indes an einen großen Kampf aus dem Jahr 2012, der Mut macht: "Ich habe den WM-Kampf im Schwergewicht von Huck gegen Povetkin (Alexander Povetkin; Anm. d. Red.) noch gut vor Augen: für mich hatte Marco das Duell knapp gewonnen. Leider sahen das die Punktrichter damals anders."

Und Schulz sagte weiter: "Ich freue mich auf seinen Kampf am Samstag und bin mir auch sicher, dass Huck für einige spektakuläre Kämpfe im Schwergewicht sorgen kann."

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