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Hamburg - Abass Baraou vom Team Sauerland steigt in Hamburg gegen einen Mexikaner in den Ring. Zum ersten Mal muss er dabei ohne Trainer-Legende Ulli Wegner auskommen.

Es ist das erste große Box-Highlight des neuen Jahres - und Abass Baraou muss zum ersten Mal ohne Trainer-Legende Ulli Wegner auskommen!

In Hamburg steigt Deutschlands große Box-Hoffnung am Samstagabend gegen den 23-Jährigen Abraham Juarez in den Ring - und der WBC International Champ kämpft dabei auch gegen Widrigkeiten. (Der Box-Abend am Samstag ab 21 Uhr LIVE im TV und im STREAM)

Schon in der Vorbereitung musste Baraou allerdings zum ersten Mal ohne Mentor Wegner auskommen, der sich nach einem Oberschenkelhalsbruch weiterhin in Reha befindet.

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Wegner fehlt verletzungsbedingt

"Die Vorbereitung ohne Herrn Wegner war eine Herausforderung für mich, aber ich sehe das positiv, es hat mich auch weitergebracht", berichtet Baraou bei SPORT1.

Genug Hilfe hatte er aber auch ohne seinen prominenten Trainer im Gym. "Ich habe hart trainiert, hatte gute Sparrings und viel Unterstützung von ehemaligen Teamkollegen von den Amateuren", erzählt der 25-Jährige: "Mit Herrn Wegner habe ich mich dennoch viel ausgetauscht und er hat mir Ratschläge gegeben."

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Baraou wird von Grigorian betreut

Auch beim Kampf selbst kann Wegner nicht in der Ecke sitzen.

Stattdessen wird Baraou beim Kampfabend am Samstag von Universum-Trainer Artur Grigorian betreut, beide kennen sich noch aus Baraous Amateur-Zeiten.

Trotz Wegners Fehlen will Baraou einen guten Kampf liefern: "Ich werde über meine Technik kommen und den Kampf ehrgeizig angehen. Ich habe einen starken Willen, zu gewinnen. Ich habe von Herrn Wegner verinnerlicht, wie ich zu boxen habe und werde mein Bestes geben, um mich und ihn stolz zu machen!"

Auch mit Hilfe der Legende hat Baraou bereits jetzt eine rasante Entwicklung hingelegt.

Baraou kommt 2018 zu Team Sauerland

Baraou wurde im Oktober 1994 im baden-württembergischen Aalen als Sohn togolesischer Eltern geboren und wuchs in Oberhausen auf. Als Amateur-Boxer holte er 2017 bei den Weltmeisterschaften in Hamburg die Bronzemedaille - der erste große Erfolg seiner bisherigen Laufbahn.

Heute lebt der 1,76 Meter große Profi-Boxer in Berlin, wo er im März 2018 bei Team Sauerland in die Trainingsgruppe von Wegner aufgenommen wurde und seitdem eine rasende Entwicklung hinlegt.

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Rasante Entwicklung unter Wegner

Am 28. April 2018, nur einen Monat nach Beginn seiner Zusammenarbeit mit dem berühmten Trainer-Fuchs, bestritt er seinen ersten Profikampf. Baraou konnte direkt beeindrucken, schlug seinen Gegner Artur Müller in Runde vier k.o. und feierte einen Einstand nach Maß.

In seinem zweiten Profikampf holte er sich bereits die Deutsche Meisterschaft.

Was der einstige Amateur bei Wegner gelernt hat: Nicht nur den Körper benutzen, sondern auch den Kopf! "Ich boxe jetzt cleverer. Herr Wegner hat mich gelehrt, nicht nur Vollgas zu geben. Er hat mich zu einem kompletteren Boxer gemacht und hat deshalb großen Anteil an meinem Erfolg", sagt Baraou über seinen Coach.

Baraou in bislang 8 Kämpfen unbesiegt

Aktuell ist der Superweltergewichtler (bis 69,9 kg) die Nummer 9 der IBF-Weltrangliste und bei der WBC an Position 15 gelistet. Zuletzt stand Baraou im Oktober 2019 im Ring, als er seinen WBC International Titel gegen den Iren John O’Donnell in London verteidigte.

Seine Bilanz aus bislang acht Profikämpfen: 8 Kämpfe, 8 Siege, davon 5 nach Knockout!

Am Samstag folgt nun Kampf Nummer 9 gegen den 23-Jährigen Abraham Juarez (16-4, 6 K.o.) aus Mexiko. "Er kommt aus dem Mittelgewicht, ist ein ehrgeiziger, junger Typ. Wir werden uns nichts schenken", sagt Baraou über seinen nächsten Gegner.

Mit einem Sieg will Baraou in der Weltrangliste weiter nach oben klettern - auch für seinen verletzten Trainer.

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