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Jack Culcay besiegt Abass Baraou in einem absoluten Spitzen-Fight. Vincent Feigenbutz krönt sich zum neuen IBF-Intercontinental-Champion.

In einem absoluten Spitzen-Fight feierte Jack Culcay bei der Fight-Night in Berlin einen Punktsieg gegen Abass Baraou.

Damit darf sich der 34-Jährige nun auf einen WM-Ausscheidungskampf freuen. Trotz seines Erfolgs hatte der deutsche Profiboxer mit ecuadorianischem Migrationshintergrund nur lobende Worte für seinen Kontrahenten übrig: "Abass Baraou war wirklich stark, das muss man ihm lassen. Er hat super gekämpft. Hinten raus wurde ich stärker. Ich würde auch sagen, dass ich ein oder zwei Runde für mich hatte. Aber ansonsten ein würdiger Gegner", sagte "Golden Jack" bei SPORT1.

Und weiter: "Ich bin offen für ein Re-Match. Ich bin ein Sportsmann, ich weiß, wie es ist, zu verlieren. Man kommt immer stärker zurück. Deshalb: Hut ab. Respekt."

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Baraou: "Fühle mich nicht besiegt"

Baraou blickte trotz Niederlage zufrieden auf seine Performance: "Ich finde, dass ich eine super Leistung hier gezeigt habe. Es war ein harter Kampf. Ich fühle mich nicht besiegt, aber habe trotzdem verloren. Damit muss ich klarkommen. Aber für mich geht es auf jeden Fall weiter. Dieser Kampf wird mich nicht daran hindern, an die Spitze zu kommen", so das Top-Talent.

Bei Sauerland war man bereits vor dem Kampf froh, dass der Fight überhaupt zustande kam. "Es ist bewundernswert, dass Abass den Mut hat, bereits in seinem zehnten Kampf gegen einen Weltklasseboxer wie Jack anzutreten", sagte Geschäftsführer Nisse Sauerland. Die leichten Jungs aus dem Superweltergewicht (bis 69,8 kg) gelten als die derzeit besten Techniker im deutschen Boxen.

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Der in Ecuador geborene Culcay war 2016 auf dem Höhepunkt seiner Karriere, wurde Weltmeister der WBA, doch Niederlagen gegen Demetrius Andrade (USA) und Maciej Sulecki (Polen) warfen ihn zurück. Er wechselte von Sauerland zum neuen Berliner Boxstall Agon, der den Kampfabend in den Havelstudios auch veranstaltete. Der aus Oberhausen stammende Baraou boxt immer noch für Sauerland, gilt nach WM-Bronze 2017 bei den Amateuren als neue Hoffnung bei den Profis.

Feigenbutz krönt sich zum Champion

Vincent Feigenbutz setzte sich in einem spannenden Kampf nach Punkten gegen Agon-Boxer Jama Saidi aus Köln durch.

Damit sicherte sich der frühere "K.o.-Prinz" aus Karlsruhe den Titel als neuer IBF-Intercontinental-Champion. Die Entscheidung der Kampfrichter fiel einstimmig aus.

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"Wir wussten von Anfang an, dass er (Saidi; Anm. d. Red.) ein starker Mann ist. Wir wussten, dass wir ihn nicht unterschätzen dürfen. Wir haben den Kampf sehr ernst genommen und uns gut vorbereitet. Und wir haben eine gute Leistung gebracht", erklärte der 24-Jährige nach dem Fight bei SPORT1.

Der Titel bedeute ihm sehr viel, gerade weil er in einer neuen Gewichtsklasse kämpfe, so Feigenbutz. "Dass ich den Kampf gewonnen habe, jetzt wieder einen Titel habe und wieder oben in der Weltspitze bin, ist umso schöner."

Nach einem kurzen Intermezzo als Weltmeister 2015 musste Feigenbutz schmerzhafte Rückschläge hinnehmen. 2020 trennte er sich von seinem langjährigen Manager Rainer Gottwald. Der Kampf gegen Agon-Boxer Saidi sollte ein Neuanfang werden - mit Erfolg.

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