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"Mr. Perfect" Curt Hennig (l.) und "Ravishing" Rick Rude zogen posthum in die WWE Hall of Fame ein
"Mr. Perfect" Curt Hennig (l.) und "Ravishing" Rick Rude zogen posthum in die WWE Hall of Fame ein © WWE
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München - "Mr. Perfect" Curt Hennig, Rick Rude, Tom Zenk und Brady Boone besuchten dieselbe Schulklasse und wurden WWE-Wrestler. Inzwischen sind alle früh vestorben.

"Mr. Perfect" Curt Hennig, "Ravishing" Rick Rude, "Battle Kat" Brady Boone, "Z-Man" Tom Zenk, Barry Darsow alias Demolition Smash / The Repo Man: Der Zufall wollte es, dass aus fünf Männern, die zusammen dieselbe Highschool-Abschlussklasse besuchten, fünf Wrestling-Stars bei WWE wurden.

Eine kuriose Geschichte mit tragischem Ende: Drei der fünf Männer waren tot, bevor sie das 45. Lebensjahr erreicht hatten. Inzwischen lebt auch Nummer 4 nicht mehr.

Rick Rude und "Mr. Perfect" starben früh

Am 9. Dezember 2017 starb Zenk im Alter von 59 Jahren an einer Herz- und Arterienerkrankung. In Erinnerung war er vor allem für die besondere Geschichte geblieben, die ihn mit seinen prominenteren Kollegen verbunden hatte: Sie alle gingen auf die Robbinsdale High School in der gleichnamigen 15.000-Einwohner-Stadt in Minnesota - ebenso wie auch der als Nelson Simpson geborene Nikita Koloff, in den Achtzigern ein Star der WCW-Vorgängerliga Jim Crockett Promotions.

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Vor allem Rude und Hennig sind jedem Wrestling-Fan ihrer Generation ein Begriff: Sie waren hochtalentierte und charismatische Hall-of-Famer der früheren WWF, Weggefährten auch als Partner in der "Heenan Family" des 2017 verstorbenen Managers Bobby "The Brain" Heenan und später auch bei WCW als Teil der berühmten nWo (New World Order) um Hulk Hogan Seite an Seite.

Rick Rude und Curt Hennig als Teil der nWo bei WCW
Rick Rude und Curt Hennig als Teil der nWo bei WCW © WWE

Beide verband jedoch auch ein Lebensstil, der verhängnisvoll endete: Rude starb im Jahr 1999 im Alter von nur 40 Jahren an einer Medikamenten-Überdosis, Hennig - Sohn der Legende Larry "The Ax" Hennig und Vater des späteren WWE-Wrestlers Curtis Axel - 2003 44-jährig an einer Kokain-Vergiftung. Die beiden waren zwei von vielen Beispielen berühmter Wrestler früherer Zeiten, die ihr 50. Lebensjahr nicht erreichten.

Boone, unter diesem Namen und als maskierte "Battle Kat" ebenfalls in den Achtzigern und frühen Neunzigern bei der WWF aktiv, kam 1998 bei einem Autounfall ums Leben. Auch er wurde nur 40 Jahre alt.

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Tom Zenk bremste WWE-Karriere selbst aus

Der frühere Bodybuilder Zenk hatte in den achtziger Jahren einen recht kurzlebigen Aufenthalt bei der damaligen WWF.

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Zenk bildete mit Rick Martel - vor dessen Zeit als "The Model" - das Tag Team "Can-Am Connection" und schien auf dem Weg, eine vielversprechende Karriere hinzulegen. Er verließ die Liga allerdings wegen finanzieller Streitigkeiten und blieb mit Ligachef Vince McMahon zerstritten. In den Neunzigern sagte er in einem Prozess um Steroidmissbrauch in der WWF aus und gab dabei zu, auch selbst besagte Mittel genommen zu haben.

Zenk erlangt einen gewissen Bekanntheitsgrad, wurde aber kein Topstar: Wie der Wrestling Observer berichtet, hatte er selbst zugegegeben, dass er die Motivation verlor, wenn er spürte, dass die Liga-Verantwortlichen nicht auf ihn setzten. Ein Teufelskreis, der seine Karriere ausbremste.

Nach seiner WWF-Zeit schloss Zenk sich der Konkurrenz-Promotion WCW an, wo er ein Team mit Brian Pillman bildete, später bekannt als Mitglied der zweiten Hart Foundation um Bret "The Hitman" Hart - und wie alle Foundation-Kollegen außer Bret inzwischen ebenfalls verstorben.

Nur noch der "Repo Man" ist am Leben

Darsow ist der einzige der fünf zu WWE aufgestiegenen Klassenkameraden, der noch lebt: Das heute 61 Jahre alte Mitglied des sehr erfolgreichen Teams Demolition  - später auch bekannt als diebischer Repo Man - bestritt zusammen mit Ex-Partner Ax noch bis 2017 Nostalgie-Matches in kleineren Ligen.

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Der sechste Weggefährte Koloff - mit dem Darsow vor seiner WWF-Zeit als "Krusher Krushchev" ein Team gebildet hatte - beendete seine Karriere 1992 wegen einer Nackenverletzung, er wurde danach Priester und gründete eine christliche Wrestlingliga.

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