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Dolph Ziggler deutete bei WWE SmackDown Live seinen Abgang an
Dolph Ziggler deutete bei WWE SmackDown Live seinen Abgang an © WWE 2017 All Rights Reserved

München - Bei Clash of Champions gewann Dolph Ziggler völlig überraschend wieder WWE-Gold, bei SmackDown Live gibt es nun die nächste unerwartete Wendung.

Sein Sieg bei WWE Clash of Champions 2017 kam völlig unerwartet, nun legte Dolph Ziggler mit der nächsten überraschenden Wende nach.

Bei der TV-Show SmackDown Live nahm die Siegesfeier des frisch gekürten United States Champions Dolph Ziggler ein unerwartetes Ende.

Nachdem Ziggler inmitten der Sendung von den Fans mit dem Ruf "You deserved it!" ("Du verdienst es!") empfangen wurde, ging er dazu über, die Zuschauer an seine weiteren Errungenschaften zu erinnern.

Über die Videoleinwand ließ er Clips und Fotos seiner vergangenen Triumphe einblenden: die zahlreichen Gewinne des US und Intercontinental Titles, den Sieg beim Money-in-the-Bank-Match 2012 und dessen Einlösung zum Gewinn des World Titles gegen Alberto Del Rio im Jahr darauf.

Dolph Ziggler lässt Gürtel im WWE-Ring zurück

Ziggler - der am Sonntag Baron Corbin mit einem Sieg in einem Drei-Mann-Match mit Bobby Roode entthront hatte - kam zum Schluss, dass er einer der meistdekorierten und daher zu Unrecht ignorierten Stars von WWE sei.

Die Fans würden das, was er geleistet habe, nicht zu schätzen wissen, sie würden ihn daher auch nicht verdienen. Ziggler legte darauf seinen Gürtel zu Boden und verkündete: "Hier habt ihr einen Moment, an den ihr euch erinnern könnt."

Ziggler verließ darauf den Ring, ohne den Gürtel.

Erinnerungen an CM Punk

War es tatsächlich Zigglers Abgang bei WWE? Fraglich: Die Aktion war offensichtlich kein "Shoot", kein ungeplanter Vorfall, sondern lief nach dem Drehbuch der Kampfshow (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampf-Liga WWE).

Man muss wissen: Es gibt tatsächlich seit längerer Zeit Gerüchte um ein tatsächlich anstehendes WWE-Aus des 37-Jährigen, dessen Stern in den vergangenen Jahren merklich gesunken war.

Das jetzige Segment soll vor diesem Hintergrund nun offensichtlich für Gesprächsstoff sorgen und Interesse wecken, wie es mit Ziggler und dem Titel weitergeht. Auf ähnliche Weise hatte WWE 2011 die Gerüchteküche um den damaligen Topstar CM Punk geschürt, dessen tatsächliche Androhung, die Liga zu verlassen, zu einer Story verarbeitet wurde, in der er drohte, den von ihm gewonnenen World Title mitzunehmen.

Letztlich blieb Punk (vorerst), auch bei Ziggler ist das Segment ein Zeichen, dass er bleiben wird. Der Wrestling Observer berichtete kürzlich, dass Zigglers Vertrag erst im Herbst 2018 auslaufe und er ihn wahrscheinlich sogar verlängern würde. Ziggler sei zufriedener mit seinem Status bei WWE als viele seiner Fans es seien, auch finanziell. Er hätte keine Pläne, für eine andere Liga zu wrestlen.

Die weiteren SmackDown-Highlights:

- Der umstrittene Ausgang des Clash-Kampfes von Kevin Owens und Sami Zayn sorgte für Streit zwischen SmackDown-Chef Shane McMahon und General Manager Daniel Bryan, die als Ringrichter des Fights fungiert hatten und nicht auf einer Wellenlänge funkten. Bryan hatte Owens und Zayn mit einem zu schnellen Durchzählen des Pinfalls zum Sieg und damit zur Rettung ihrer WWE-Karriere verholfen - nachdem McMahon seine Erzfeinde zuvor bewusst benachteiligte und einen möglichen Sieg von Zayn und Owens nicht gelten ließ.

Bryan verwies darauf und erklärte, dass er McMahon nur vor sich selbst geschützt hätte. Er drohe, wie sein Vater Vince zu werden und seine Macht zu missbrauchen, statt sie zum Wohl der Liga einzusetzen. McMahon wiederum warnte Bryan, dass er sich zum nützlichen Idioten für Owens und Zayn gemacht hätte - und dass die beiden ihn fallen lassen würden, wenn er ihnen nicht mehr von Nutzen sein würde. Letztlich wahrten McMahon und Bryan aber die Form, McMahon verließ nach einem Handschlag die Arena und überließ Bryan für den Rest des Abends die Geschäfte.

- Im ersten Match des Abends triumphierten Chad Gable und Shelton Benjamin in einem Match, in dem es nicht um die Tag Team Titles ging, über die Champions Jimmy und Jey Uso. Damit dürften sie sich ein weiteres Titelmatch verdient haben.

- Damenchampion Charlotte Flair und Naomi sprachen über die historische Ankündigung eines Royal-Rumble-Matches der Frauen bei RAW. Charlotte erklärte, dass sie bereit sei, ihren Titel gegen die Gewinnerin zu verteidigen, Naomi kündigte ihre Teilnahme an.

Anschließend besiegten die beiden Publikumslieblinge gemeinsam Ruby Riott und Sarah Logan von der Riott Squad.

- In einem comedylastigen Match besiegten The New Day Aiden English und Rusev, alle Matchteilnehmer trugen dabei weihnachtliche Kostüme.

- In einer Backstage-Begegnung nahm Bryan Owens und Zayn die Illusion, dass er das Clash-Match ihnen zuliebe zu ihren Gunsten beendet hätte - und machte ihnen klar, dass auch er sie feuern könnte, wenn sie weiter über die Stränge schlügen.

Im Hauptkampf der Show gelang Orton und Nakamura dann auch etwas Revanche: Zusammen mit World Champion AJ Styles besiegten sie Owens, Zayn und Ex-Titelträger Jinder Mahal.

Die Ergebnisse von WWE SmackDown Live:

Non Title Match: Chad Gable & Shelton Benjamin besiegen The Usos (Jimmy & Jey Uso)
Charlotte Flair & Naomi besiegen The Riott Squad (Roby Riott & Sarah Logan)
The New Day (Kofi Kingston & Xavier Woods) besiegen Aiden English & Rusev
AJ Styles, Randy Orton & Shinsuke Nakamura besiegen Jinder Mahal, Kevin Owens & Sami Zayn

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