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WWE-Boss Vince McMahon (M.) mit Tochter Stephanie und Sohn Shane
WWE-Boss Vince McMahon (M.) mit Tochter Stephanie und Sohn Shane © WWE 2018 All Rights Reserved
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München - Die Wrestling-Liga WWE steht vor einer explosionsartigen Vermehrung ihrer TV-Gelder - obwohl sie weit weniger Zuschauer vor die Fernseher lockt als früher.

Die Wrestling-Liga WWE kann sich auf einen riesigen Dollar-Regen einstellen.

Wie der Hollywood Reporter berichtet, steht die Showkampf-Promotion von Vince McMahon vor einem Mega-Deal mit der US-Sendergruppe NBC Universal, um den im Herbst 2019 auslaufenden TV-Vertrag für die Sendung Monday Night RAW zu verlängern.

Derzeit kassiert WWE pro Jahr rund 160 Millionen Dollar für die US-Senderechte von RAW und der Dienstagsshow SmackDown Live,  ausgestrahlt auf dem zu NBC gehörendem USA Network. Dem Portal zufolge hat NBCU eingewilligt, die jährlichen TV-Gelder für RAW zu verdreifachen, dafür allerdings nicht mehr um SmackDown mitzubieten.

WWE scheint also für RAW künftig 240 Millionen Dollar pro Jahr einzustreichen (oder mehr, RAW ist die wertvollere Marke), plus die Summe, die ein anderer Sender für SmackDown zu zahlen bereit ist. Ein Monster-Vertrag, der die kühnsten Experteneinschätzungen weit übertrifft - und WWE einen nie da gewesenen Wohlstand bescheren wird.

Die WWE-Aktie sprang in Folge der Meldung auf ein Rekordhoch von über 50 Dollar pro Stück.

WWE-Quoten sinken, TV-Gelder explodieren

Auf den ersten Blick wird diese Nachricht viele WWE-Fans überraschen, schließlich hat die Liga heute weit weniger TV-Zuschauer als zu ihrer letzten Boomzeit Ende der Neunziger, Anfang der Nullerjahre.

Auf dem Höhepunkt der "Attitude Era" lockten Steve Austin, The Rock und Co. teilweise um die 10 Millionen US-Zuschauer vor die Fernseher. Im Jahr 2017 waren es im Durchschnitt nur noch rund 3 Millionen, Tendenz fallend.

Beim Vergleich dieser Zahlen ist jedoch der durch Internet-Videos, Netflix und Co. drastisch veränderte TV-Markt zu beachten (auch WWE hat mittlerweile eine riesige digitale Präsenz mit dem eigenen Streaming-Portal WWE Network und einem großflächigen Video-Angebot auf YouTube und anderen sozialen Medien).

In diesem Kontext empfinden die Fernseh-Macher die aktuellen RAW-Zahlen offensichtlich nicht als Flop. Stattdessen sind sie begieriger denn je auf ein wöchentliches, dreistündiges Live-Programm, das noch immer einen vergleichsweise verlässlichen Quoten- und Werbekunden-Sockel liefert.

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Aktuell als Universal Champion der Topstar bei RAW: Brock Lesnar © WWE 2017 All Rights Reserved

RAW wird noch klarer die A-Show sein

Die allgemeine Ausrichtung des WWE-Programms dürfte sich unter den neuen Voraussetzungen etwas verändern: Für SmackDown dürfte WWE keinen so großen Deal wie für RAW bekommen - im Gespräch ist ein Wechsel zu Fox Sports, das allerdings weniger Haushalte als das USA Network erreicht.

Die Dienstagssendung wird damit noch klarer als bisher die B-Show sein. Allgemein wächst - auch im Vergleich zu den monatlichen Pay Per Views - der Anreiz, große Matches, Storys und Überraschungseffekte bei RAW zu platzieren.

Generell steht WWE durch den nahenden Mega-Deal vor einer sorgenfreien Zukunft. Mit 729 Millionen Dollar Jahresumsatz 2016 ist die Liga ohnehin der unangefochtene Wrestling-Marktführer, die neuen TV-Millionen werden diese Position weiter festigen.

Nicht für jeden Fan ist das eine uneingeschränkt gute Nachricht: Viele sind der Meinung, dass WWE kreativer und das Programm spannender war, als die Liga noch schlagkräftige Konkurrenz hatte - und mehr um ihre Dollars kämpfen musste.

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