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 WWE-Legende The Undertaker stand dem Pastor Ed Young Rede und Antwort
WWE-Legende The Undertaker stand dem Pastor Ed Young Rede und Antwort © YouTube.com / Ed Young
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So sieht man den Undertaker selten: Die WWE-Legende spricht offen und ausführlich über sein Erfolgsgeheimnis als Wrestling-Star und warnt jüngere Kollegen.

Sparsam mit Worten, reich an Mysterium, ein perfekt inszenierter Show-Charakter: So kennen Wrestling-Fans den legendären Undertaker.

Nun bekommen sie die seltene Gelegenheit, ihn von einer anderen Seite kennen zu lernen. Vor seinem jüngsten großen Match gegen Triple H beim WWE Super Show-Down in Melbourne gab der Mann hinter dem Mythos ein ausführliches Video-Interview.

Mark Callaway, wie der 53-Jährige in Wahrheit heißt, stand Ed Young Rede und Antwort, einem texanischen Baptisten-Pastor, der in einer Interview-Reihe diverse gläubige Wrestler (Sting, Ric Flair, Ted DiBiase) zu einem Gespräch über Gott und die (Wrestling-)Welt bat.

Der Undertaker - der viele Jahre lang nie "out of character" sprach - plauderte dabei über seine Verletzungsgeschichte, seine stärksten Gegner und das, was er als wahres Geheimnis eines guten Wrestlers betrachtet - verbunden mit einer Warnung an die jüngeren Kollegen.

SPORT1 fasst die spannendsten Aussagen zusammen.

Der Undertaker über...

...seine Verletzungen:

"Ich hatte etwa 20 orthopädische Operationen nur wegen Verletzungen aus dem Wrestling. Beide Hüften sind in gewisser Form ersetzt worden, ich hatte Bizepsrisse, Trizepsrisse, gerissene Brustmuskel. Beide Augenhöhlen waren zertrümmert."

...seine körperlich stärksten Gegner bei WWE:

"Brock Lesnar, vor allem als er noch in seinen Zwanzigern war. Er war ein irrwitziger Athlet. Er war ein Schwergewichts-Champion als Ringer. Er hat deinen Verstand hinters Licht geführt. Er war 1,93 Meter groß, um die 130 Kilo. Seine Beinarbeit war wie die eines 80-Kilo-Manns. Wahnsinn. Aber auch Kane ist körperlich unglaublich stark oder Mark Henry."

...sein Erfolgsgeheimnis:

"Ich glaube fest daran, dass weniger mehr ist. Beim Wrestling geht es nicht um die Aktionen, die Moves. Wirklich nicht. Es geht um die Fähigkeit, Emotionen zu wecken, auf die eine oder andere Weise (…). Wenn du das nicht kannst, verlierst du das Publikum. Oft passiert es, dass die jungen Leute sich zu sehr auf ihre athletische Begabung verlassen, sie machen irgendeinen verrückten Doppel-Backflip vom Seil - dann denkt das Publikum: 'Oh, der macht verrückte Sachen.' Aber das funktioniert nur eine gewisse Zeit, bevor der Gedanke kommt: 'Habe ich schon gesehen, jetzt will ich was Neues.' So kommt es, dass Wrestler die Latte immer höher legen und damit die Gefahr erhöhen, sich zu verletzen, katastrophal zu verletzen. Im Gegensatz dazu gibt es Charaktere wie The Rock, John Cena, Ric Flair. Sie haben einfach die Fähigkeit, dich dazu zu bringen, dass du sie liebst oder hasst."

...über John Cena:

"Cena ist eine Anomalie. In einer Nacht sind die Fans verrückt nach ihm, in der nächsten buhen sie ihn aus der Halle. Man weiß es nie. Er ist der am meisten polarisierende Typ seit langem. Aber er verkauft Tickets. Er kämpft vor vollen Arenen. So wie früher The Rock."

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