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München - Der WrestleMania-Monat und der "Superstar Shake-up" sind vorüber, welche WWE-Stars haben den größten Lauf? Das aktuelle Powerranking von SPORT1.

Der wichtigste WWE-Monat des Jahres ist vorüber: WrestleMania 35 ist Geschichte, mit dem "Superstar Shake-up", dem WWE-Draft zwischen RAW und SmackDown, hat die weltgrößte Wrestling-Liga ihr Personal neu sortiert.

Welche Stars stehen jetzt bei WWE im Vordergrund, wer genießt einen großen Push, wer hat Luft nach oben? Ist WWE-Champion Kofi Kingston die Nummer 1, Universal Champ Seth Rollins oder WrestleMania-Queen und Damen-Doppelchampion Becky Lynch?

Es sind Fragen, die die Fans bewegen, denn auch wenn die Showkämpfe inszeniert sind: die Fragen, wie sie inszeniert werden und wen WWE wie stark darstellt, sind ewige Diskussionsthemen.

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SPORT1 hat das Geschehen seit WrestleMania unter die Lupe genommen und eine Top 10 aufgestellt, welche Stars gerade den imposantesten Lauf haben.

In das Powerranking fließen die Ergebnisse der Matches und deren Relevanz ein, aber auch die allgemeine Darstellung des Charakters, die On-Air-Zeit, die Leistung im Ring und außerhalb werden berücksichtigt:

Platz 10: Lars Sullivan

Seit RAW nach Wrestlemania darf der "Freak", scheinbar willkürlich, seine Gegner zerstören. Versuche der Gegenwehr seiner Opfer verpuffen im Nichts - das Stichwort lautet: Monster-Push. Dessen Ende ist vorerst nicht absehbar. Es ist davon auszugehen, dass die totale Dominanz des als großen Hoffnungsträger der Chefetage geltenden Sullivan mindestens bis zu seiner ersten richtigen Fehde weitergeht. Sie reicht für die Top 10, auch wenn er noch kein Match bei SmackDown bestritten hat.

9. Kevin Owens

Nach seiner Nichtberücksichtigung für Wrestlemania wurde "KO" zu einem integralen Teil von Smackdown. Er wurde "Ehrenmitglied" von The New Day, feierte mit ihnen - um sich dann gegen sie zu wenden und Kingstons erste Titelfehde einzuleiten.

8. Lacey Evans

Nach Monaten des bloßen Spazierens zum Ring setzte Evans in den letzten Wochen mit Schlägen gegen die Titelträgerin Becky Lynch erste Zeichen. Folgerichtig erkämpfte sie sich ein Titelmatch gegen Lynch und darf gleich in ihrer ersten Fehde im Mainroster direkt um Gold kämpfen. Die Meldungen, dass WWE sie als kommenden Star der Frauendivision sieht und dementsprechend aufbauen will, bestätigten sich.

7. Roman Reigns

Mit einem wohlinszenierten Superman Punch gegen Vince McMahon läutete der Big Dog seinen - durch das anstehende TV-Beben in den USA begründeten - Wechsel von RAW zu SmackDown ein.

Noch "gönnt" WWE den Fans dennoch eine Pause von der vor seiner Leukämie-Erkrankung oft kritisierten Omnipräsenz des "Big Dog", dass er das Aushängeschild von SmackDown werden wird, ist zwar klar, aber noch bewegt er sich im Schatten, wird bei Money in the Bank ein Match gegen Elias bestreiten, das eher als Aufbaukampf zu sehen ist.

6. The Usos

Zwar mussten Jimmy und Jay die Smackdown Titel nur zwei Nächte nach Wrestlemania an die Hardy Boyz abgeben, konnten ihre Vormachtstellung in der Tag Team Division aber sofort wieder untermauern. Nach dem Wechsel zu RAW wurden sie schon eindeutig als das eigentliche Top-Team präsentiert, vor den offensichtlich nur als Übergangs-Champions eingeplanten Curt Hawkins und Zack Ryder.

5. Finn Balor

Als "Fighting Champion" präsentiert und in der Rolle schon aktiver als die über ihm positionierten Champions Seth Rollins und Kofi Kingston: Nach dem Gewinn des Intercontinental Titles gegen Bobby Lashley verteidigte er ihn erfolgreich gegen Sami Zayn, danach deutete sich durch mehrere Matches eine Fehde gegen Andrade an - womöglich sein Programm nach Money in the Bank, wo sich erstmal beide um den Koffer bewerben.

4. AJ Styles

Ein Sieg gegen Randy Orton bei WrestleMania, dann der Wechsel zu RAW und gleich Top-Herausforderer auf den Universal Title. Der Monat April hätte kaum besser für den "Phenomenal One" laufen können und war ein eindeutiges Signal, dass er sich auch bei RAW ganz vorn einordnen wird.

3. Seth Rollins

Vier Jahre, nachdem er Brock Lesnar den Titel durch Cash-In klaute, besiegte der "Beastslayer" ihn bei Wrestlemania 35 ein zweites Mal. Was folgte war ein ergebnisloses Duell der Champions mit Kofi Kingston, die Konfrontation mit einem neuen Top-Contender und der finale Auftritt von The Shield vor dem WWE-Abgang von Dean Ambrose. Emotionale Wochen für Rollins, der als neues Aushängeschild von RAW nun in einem Traummatch gegen AJ Styles antritt.

2. Kofi Kingston

Die vielleicht emotionalste und schönste Geschichte des Wrestling-Jahres: Kofi hat es nach elf Jahren geschafft und ist WWE Champion. Nachdem zu Beginn des Monats Ex-Champ Daniel Bryan und WWE-Boss Vince McMahon seine Gegner waren, folgten nach zwei Kofi-Festwochen Kevin Owens' Superkick und ein neues Programm um den WWE-Titel.

1. Becky Lynch

Hat Rollins und Kingston noch etwas voraus: Sie gewann im Main Event von WrestleMania nicht nur einen, sondern beide Titel ihrer Division. Mit ihrem historischen Sieg im ersten Frauen-Hauptkampf der wichtigsten WWE-Show, samt Pinfall gegen den in Baby-Pause gegangenen Superstar Ronda Rousey, hat sie sich unauslöschlich in den Wrestling-Geschichtsbüchern verewigt.

bei Money in the Bank wird sie gleich zwei Titelverteidigungen gegen Charlotte Flair und Lacey Evans bestreiten. Selten hat eine Person einen erfolgreicheren WWE-Monat erlebt als "Becky 2 Belts".

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