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München - Ein bewaffneter Stalker brach bei Sonya Deville ein und drohte offenbar auch Mandy Rose mit dem Tod. WWE verwirft die bisherigen Pläne für die beiden.

Ihre Alarmanlage rettete WWE-Star Sonya Deville am Sonntag vor einem Entführungsversuch eines Stalkers - und die Details, die mittlerweile ans Licht gekommen sind, werfen ein noch schockierenderes Schlaglicht auf das vereitelte Verbrechen.

Deville - bürgerlich: Daria Berenato - hat am Montag eine einstwilige Verfügung gegen den Einbrecher erwirkt und dabei verstörende Drohnachrichten offengelegt, die von diesem erhalten hatte.

Auch die Identität ihres Hausgasts, der den versuchten Übergriff mitbekam, ist bekannt geworden: Es war ihre von WWE zuletzt groß in Szene gesetzte Kollegin Mandy Rose, Devilles Gegnerin beim SummerSlam am Sonntag und im wahren Leben gut mit ihr befreundet. Auch sie wurde anscheinend mit dem Tod bedroht.

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Deville und Rose sollten eigentlich in einem "Hair vs. Hair Match" aufeinandertreffen, deren Verliererin sich eine Glatze hätte scheren lassen müssen. WWE hält dieses Szenario nun aber offensichtlich nicht mehr für angebracht und änderte am Freitag im Lauf der Sendung Friday Night SmackDown das Match.

Die neue Klausel lautet: Die Verliererin muss WWE verlassen. Ob das Szenario dazu dient, Deville eine Pause zu gönnen oder WWE einen anderen Plan hat, muss sich noch herauskristallisieren.

Angehörige von Sonya Deville bedroht - offenbar auch Mandy Rose

Nach Angaben der Tampa Bay Times berichtete Deville in der Eingabe, dass sie den Einbrecher anzusprechen versucht hätte, nachdem der Alarm sie auf ihn aufmerksam gemacht hätte: "An diesem Punkt habe ich bemerkt, dass er mich nicht ausrauben, sondern verletzen wollte." Er hätte sich ihr genähert, mit Messer und Pfefferspray in der Hand.

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Deville und Rose konnten vor dem Mann fliehen und den Notruf wählen, auch deshalb, weil er fälschlicherweise annahm, dass Deville die Treppe in den ersten Stock benutzt hätte, als sie sich von ihm wegbewegte.

Nachdem der Mann verhaftet wurde und die Polizei seine Identität feststellte, hätte sie ihre Social-Media-Accounts nach Nachrichten von ihm abgesucht - und hunderte Botschaften entdeckt, die sie als "obsessiv, suizidal und vergötternd" umschrieb. Der Mann hätte ihr geschrieben, dass sie die einzige Person sei, die er jemals lieben würde - obwohl Deville seit Jahren öffentlich zu ihrer Homosexualität steht.

Von einem zweiten Account, der ebenfalls dem Stalker zugeordnet wird, hätte sie noch Schlimmeres enthalten: Enthauptungsdrohungen gegen namentlich genannte Freunde und Verwandte, ein "sexuelles Foto" und in dieselbe Richtung gehende Texte. Eine der letzten Drohungen, die sie wenige Stunden vor dem Vorfall bekommen hätte, schien eine Morddrohung gegen Rose gewesen zu sein ("Guck nach draußen, Baby, bei deinem Pool. Ich bin hier. Ich werde die kleine H*** töten, die da bei dir drin ist").

Der verhaftete Mann bekam einen Pflichtverteidiger zugeteilt und schweigt bislang zu allen Vorwürfen.

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