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Caster Semenya bei der IAAF Diamond League - Doha 2019
Caster Semenya bei der IAAF Diamond League - Doha 2019 © Getty Images
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Caster Semenya verzichtet in Stanford auf einen Start auf ihrer Spezialstrecke und geht stattdessen über 3000 Meter an den Start. Südafrika will Berufung einlegen.

Die zweimalige Olympiasiegerin Caster Semenya verzichtet nach ihrer Niederlage vor dem Internationalen Sportgerichtshofs CAS beim Diamond-League-Meeting Ende Juni in Stanford/USA auf einen Start über ihre Spezialstrecke und wechselt auf die 3000 m.

Für eine Teilnahme am 800-m-Rennen hätte die Südafrikanerin ihren Testosteronspiegel wegen der neuen Regel des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF mit Medikamenten regulieren müssen, dazu ist Semenya aber nicht bereit.

Die Vorgabe ist seit dem 8. Mai wirksam. Demnach müssen Athletinnen über bestimmte Strecken (400 m bis eine Meile) einen Grenzwert von fünf Nanomol pro Liter für körpereigenes Testosteron einhalten. Dies zwingt Läuferinnen mit "Differences of Sexual Development" (DSD) wie Hyperandrogenämie zur teils deutlichen künstlichen Senkung. 

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Südafrika will Berufung einlegen

Semenya, Goldmedaillengewinnerin bei den Sommerspielen in London 2012 und Rio 2016, hatte kurz nach ihrem erfolglosen Einspruch gegen die IAAF-Regel beim Diamond-League-Auftakt in Doha überlegen in 1:54,98 Minuten über 800 m gewonnen. Dies war fünf Tage vor Inkrafttreten der neuen Vorgabe. Die südafrikanische Regierung hat angekündigt, gegen das CAS-Urteil Berufung vor dem Schweizerischen Bundesgericht einlegen zu wollen.

Tom Jordan, Veranstaltungschef des Prefontaine Classic in Stanford, ist gespannt, wie sich die 28-Jährige "gegen die besten Läuferinnen der Welt" auf der 3000-m-Distanz schlagen wird. "Man darf nicht vergessen, dass Semenya über 1500 m unter vier Minuten geblieben ist, das haben nur wenige geschafft", sagte er.

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