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Der Diskuswurf ist eine der Urdisziplinen der Leichtathletik
Der Diskuswurf ist eine der Urdisziplinen der Leichtathletik © Getty Images
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Der Diskuswurf ist eine der Urdisziplinen der Leichtathletik und darf bis heute bei keinem Meeting fehlen. SPORT1 präsentiert den Weltrekord und weitere Informationen.

Beim Diskuswurf versucht der Athlet, eine Scheibe möglichst weit zu werfen.

Der Diskuswurf wurde bereits in der Ilias von Homer verewigt und hat auch in die griechische Mythologie seinen Einzug gehalten. Dementsprechend galt der Diskuswerfer in der Antike als das Sinnbild des Athleten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Diskobolos (= Diskuswerfer) auf zahlreichen antiken Vasen oder als Statuen abgebildet ist.

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Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit war der Diskuswurf als der Inbegriff des antiken Athleten natürlich auch vertreten und gehört seitdem zum festen Programm der Olympischen Spiele.

SPORT1 präsentiert alles Wissenswerte zum Diskuswurf:

Die aktuellen Weltrekorde im Diskuswurf

Männer: 74,08m, Jürgen Schult (ehemalige DDR), aufgestellt am 6.06.1986 in Neubrandenburg

Jürgen Schult kürte sich 1988 in Seoul zum Olympiasieger ©

Frauen: 76,80m, Gabriele Reinsch (ehemalige DDR), aufgestellt am 9.07.1988 in Neubrandenburg

Meilensteine in der Entwicklung des Weltrekordes

Erster Wurf über 60m (Männer): Der erste offizielle Weltrekord (47,58m, James Duncan/USA) wurde bereits am 27.5.1912 aufgestellt. Bis die 50-Meter-Marke übertroffen wurde, dauerte es aber noch fast genau 18 Jahre (51,03m, Eric Krenz/USA). Bis die 60 Meter angegriffen werden konnten, sollte es noch länger dauern. Erst am 11.8.1961 gelang es Jay Silvester (USA), den Diskus auf 60,56m zu werfen.

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Erster Wurf über 70m (Mäner): Die 70 Meter sollten dann schneller fallen. Für diesen neuen Meilenstein brauchten die Athleten "lediglich" 15 Jahre. Am 1.5.1976 war es der US-Amerikaner Mac Wilkins, der sich mit 70,24m in die Geschichtsbücher eintrug.

Erster Wurf über 60m (Frauen): Auch bei den Frauen musste einige Zeit vergehen, bis die 60 Meter geknackt werden konnte. Vom ersten offiziellen Weltrekord (27,39m, Yvonne Tembouret/FRA) am 23.09.1923 dauerte es über 44 Jahre. Erst am 5.11.1967 gelang der für die Bundesrepublik Deutschland startenden Liesel Westermann, mit 61,26m die Marke zu überbieten.

Erster Wurf über 70m (Frauen): Lediglich acht Jahre später war es dann an Faina Melnik (ehemalige Sowjetunion), mit 70,25m die nächste Schallmauer zu durchbrechen (20.08.1975).

Allgemein Wissenswertes zum Diskuswurf

  • Die Männer werfen einen Diskus mit 2kg Gewicht und 22cm Durchmesser. Bei den Frauen beträgt das Gewicht 1,25kg.
  • Die Abwurffläche ist ein Kreis mit 2,5m Radius. Umgeben wird dr Kreis von einem Fangnetz, um die Zuschauer vor Fehlwürfen zu schützen.
  • Ein Wurf ist nur dann gültig, wenn der Diskus den Kreis nach vorne verlässt und im Wurfsektor aufkommt. Dazu darf der Athlet während des Wurfes den Kreis nicht verlassen.
  • Der Abwurfsektor hat einen Winkel von 34,92 Grad.
  • Die Athleten vollführen in der Abwurfbewegung eine anderthalbfache Drehung um die eigene Achse. Allerdings erfordert diese Wurftechnik jahrelange Übung, da sie sehr fehleranfällig ist. Daher erreichen die meisten Athleten ihre beste Phase erst mit Ende 20.
  • Jedem Athleten stehen zu Beginn des Wettkampfes drei Versuche zur Verfügung. Die nach diesen drei Versuchen besten acht Athleten bekommen drei weitere Versuche. Für den Rest ist der Wettkampf auf der Platzierung nach drei Versuchen beendet.
  • Bei den Olympischen Spielen der Antike ist der Diskuswurf bereits seit 708 v.Chr. nachweisbar. Bei den Olympischen Spielen der Moderne gehört er seit 1896 zum festen Programm. Die Frauen kämpfen seit 1928 um olympisches Edelmetall.
  • Erst seit 1912 wird ebenerdig geworfen. Zuvor orientierte man sich an der antiken Darstellung von Myron und platzierte die Athleten auf einem Podest.
  • Selbst in die indische Mythologie hat der Diskus seinen Einzug gehalten. Die Hindu-Gottheit Vishnu wird seit 500 n.Chr. mit einer gezackten Wurfscheibe abgebildet.
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