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Weltrekord und WM-Titel für Peres Jepchirchir
Weltrekord und WM-Titel für Peres Jepchirchir © AFP/SID/MICHAL CIZEK
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Melat Kejeta hat bei der Halbmarathon-WM im polnischen Gdynia mit Silber und Europarekord einen überragend starken Einstand im Trikot des DLV gefeiert.

Gdynia (SID) - Melat Kejeta (Kassel) hat bei der Halbmarathon-WM im polnischen Gdynia mit Silber und Europarekord einen überragend starken Einstand im Trikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gefeiert. Die 28-Jährige verpasste in 1:05:18 Stunden den Titelgewinn nur knapp, denn die Kenianerin Peres Jepchirchir war bei ihrem zweiten Titelgewinn in der neuen Frauenrennen-Weltrekordzeit von 1:05:16 lediglich zwei Sekunden schneller. Bronze ging eine Sekunde hinter Kejeta an Jepchirchirs Teamkollegin Yalemzerf Yehuala.

Marathon-Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig war geradezu begeistert von Kejetas Lauf in die Weltelite: "Das ist eine Hausnummer und absolute Weltspitze. Besser hätte es gar nicht laufen können. Ich fand vor allem den Mut beeindruckend, von Anfang an dieses hohe Tempo mitzugehen. Hut ab, sie hat alles richtig gemacht", kommentierte die frühere Topläuferin das glanzvolle DLV-Debüt ihres Schützlings.

Bei den Männern verpasste der neue Lauf-Superstar Joshua Cheptegei (Uganda) die Fortsetzung seiner Weltrekordserie und blieb unerwartet sogar ohne Medaille. Der 24-Jährige kam in 59:21 Minuten als Vierter 42 Sekunden nach seinem siegreichen Landsmann Jacob Kiplimo ins Ziel und verfehlte die angestrebte Verbesserung des zwei Jahre alten Weltrekordes von Abraham Kiptum (Kenia/58:19) um mehr als eine Minute.

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Vor Cheptegei, der in seinen drei bisherigen Rennen in diesem Jahr Weltrekorde über 5000 m auf der Bahn, 5 km auf der Straße und zuletzt auch über 10.000 m aufgestellt hatte, reihten sich auch noch Kibiwott Kandie (Kenia) und Amedework Walelegn (Äthiopien) ein. 

Im Frauen-Rennen verbesserte Kejeta ihre persönliche Bestleistung auf dieser Strecke deutlich. Für die gebürtige Äthiopierin hatten vor Gdynia 1:08:41 Stunden als Bestzeit zu Buche gestanden, in der diesjährigen Saison war Kejeta schon 1:08:58 gelaufen. Auch den 25 Jahre alten deutschen Rekord von Uta Pippig (1:07:58) pulverisierte die Wahl-Hessin, die seit März 2019 einen deutschen Pas besitzt, förmlich. Durch ihre Zwischenzeit von 30:47 Minuten brach Kejeta auch den deutschen Zehn-Kilometer-Rekord.

Weltmeisterin Jepchirchir verpasste an der Ostsee allerdings die Frauen-Bestzeit für gemischte Rennen klar. Im vergangenen Februar hatte die Äthiopierin Ababel Yeshaneh den Rekord in 1:04:31 aufgestellt.

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