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Oscar Pistorius wurde zu über 13 Jahren Gefängnis verurteilt
Oscar Pistorius wurde zu über 13 Jahren Gefängnis verurteilt © Getty Images
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Das Urteil von 13 Jahren und fünf Monaten Gefängnis für Oscar Pistorius bleibt bestehen. Das oberste Gericht Südafrikas lehnt einen Einspruch ab.

Der ehemalige Paralympicsstar Oscar Pistorius ist mit einem Einspruch vor dem obersten Gericht Südafrikas gescheitert, seine Gefängnisstrafe in Höhe von 13 Jahren und fünf Monaten wegen Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp bleibt damit bestehen.

Das südafrikanische Verfassungsgericht in Johannesburg erklärte sich für nicht zuständig, die Strafe gegen Pistorius zu überprüfen. Damit endet der Rechtsstreit über fünf Jahre nach dem tödlichen Vorfall im Februar 2013.

"Der Weg ist zu Ende. Es gibt keine juristischen Optionen mehr", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Ein Anwalt der Familie Steenkamp erklärte, die Eltern der Verstorbenen hätten "immer Vertrauen in das Rechtssystem" gehabt. 

Der beidseitig unterschenkelamputierte Pistorius hatte im Februar 2013 seine Freundin durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen. Der inzwischen 31-Jährige beteuerte stets, das Model für einen Einbrecher gehalten und in Panik gehandelt zu haben. 

Im Oktober 2014 wurde er zunächst wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt und ein Jahr später in den Hausarrest entlassen. Ein Berufungsgericht sprach ihn jedoch im Dezember 2015 des Mordes schuldig, da er mit seinen Schüssen den Tod eines Menschen billigend in Kauf genommen habe. Der in Südafrika verwendete Mord-Begriff entspricht im deutschen Rechtssystem dem Tatbestand des Totschlags.

Im Juli 2016 wurde Pistorius schließlich zu sechs Jahren Haft verurteilt. Gegen die Strafe legte die Staatsanwaltschaft Einspruch ein, im vergangenen Jahr hatte das oberste Berufungsgericht des Landes die Strafe auf 13 Jahre und fünf Monate erhöht. 

Der mehrmalige Paralympicssieger Pistorius hatte unter anderem damit Berühmtheit erlangt, dass er auch bei Wettbewerben nichtbehinderter Sportler an den Start ging. Der "Blade Runner" nahm unter anderem an der Leichtathletik-WM 2011 in Daegu und den Olympischen Spielen 2012 in London teil.

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