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Lukas Dauser war trotz Platz acht im Barren-Finale nicht enttäuscht
Lukas Dauser war trotz Platz acht im Barren-Finale nicht enttäuscht © Getty Images
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Lukas Dauser bleibt bei der Kunsstturn-WM in Doha nur der letzte Platz. Simone Biles fügt ihrer Medaillensammlung eine weitere "Goldene" hinzu.

Alles gegeben, aber am Ende überfordert: Lukas Dauser hat im Barrenfinale bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Doha nur eine kleine Nebenrolle gespielt. In einer hochklassigen Medaillenentscheidung kam der 25-Jährige aus Unterhaching nicht über den achten und letzten Platz hinaus.

Die Favoriten blieben an der Spitze unter sich. Mit der besten Übung der gesamten Welttitelkämpfe (16,433 Punkte) verteidigte Zou Jingyuan erfolgreich seinen Titel, dem Chinesen am nächsten kamen Olympiasieger Oleg Wernjajew aus der Ukraine sowie der neue Mehrkampf-Weltmeister Artur Dalalojan (Russland).

Nach 16-monatiger Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses war der Sportsoldat Dauser schon froh, als Achter gerade so ins Finale gerutscht zu sein. Ein nicht geplanter Extraschwung zwischen den Holmen machte früh seine Hoffnungen zunichte, diese Position eventuell noch ein wenig verbessern zu können.

"Über die Platzierung bin ich nicht enttäuscht, aber darüber, dass ich die Übung nicht sauber durchturnen konnte. So wollte ich mich eigentlich nicht präsentieren", sagte der letztjährige Vize-Europameister an diesem Gerät. Auch beim Mehrkampffinale hatte es für Dauser nur zum 24. und letzten Platz gereicht.

14. WM-Gold für Biles

Neue Weltmeisterin am Schwebebalken wurde Liu Tingting. Die Chinesin trat damit die Nachfolge von Pauline Schäfer an, die ihren Titel von der WM 2017 in Montreal wegen einer Fußverletzung nicht verteidigen konnte. Die Chemnitzerin könnte sich aber den Titel bei den Welttitelkämpfen im Oktober 2019 in Stuttgart zurückholen.

Olympiasieger Ri Se Gwang aus Nordkorea holte sich am Sprung sein drittes WM-Gold. Am Boden triumphierte erwartungsgemäß Mehrkampf-Olympiasiegerin Simone Biles, es war ihr insgesamt 14. WM-Titel. 

Zonderland gewinnt am Reck

 Epke Zonderland aus den Niederlanden, langjähriger Rivale von Fabian Hambüchen, wurde zum dritten Mal Weltmeister am Reck.   

Nach Rang acht für Dauser blieb Elisabeth Seitz somit die einzige deutsche Medaillengewinnerin bei diesen Titelkämpfen. Die Stuttgarterin hatte am Freitag Bronze am Stufenbarren geholt und sich damit zwei Tage vor ihrem 25. Geburtstag einen langersehnten Karrierewunsch erfüllt.

"Das war irgendwie schon ein vorzeitiges Geschenk", sagte die Pädagogikstudentin, die bislang lediglich bei europäischen Titelkämpfen zwei Medaillen erturnt hatte. Bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro 2016 war die deutsche Mehrkampf-Meisterin als Vierte hinter Sophie Scheder  an Bronze vorbeigeschrammt.

Bereits in drei Wochen kommt es beim Weltcupturnier in Cottbus zu einer kleinen WM-Revanche. Die Weltmeisterschaften 2019 werden im Oktober in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle ausgetragen. Höhepunkte der Frühjahrssaison sind der DTB-Pokal in Stuttgart im März sowie die europäischen Titelkämpfe im April im polnischen Stettin.

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