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Doping im Sport: Papst verurteilt Dopingsünder scharf
Doping im Sport: Papst verurteilt Dopingsünder scharf © Getty Images
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Papst Franziskus redet den Teilnehmern eines Radsport-Kongresses bei einer Audienz in Rom ins Gewissen. Er verurteilt Doping und andere Übel scharf.

Papst Franziskus hat angesichts der jüngsten Dopingskandale im Weltsport Betrügern die Leviten gelesen.

Sport vermittele zwar "die positiven Werte des Lebens", sagte der Heilige Vater den Teilnehmern am Jahreskongress des Europäischen Radsportverbands bei einer Audienz im Vatikan: "Wenn der Sport jedoch zum Eigenzweck wird und die Person zum Werkzeug im Dienst anderer Interessen, beispielsweise Prestige und Profit, dann kommt es zu Verwirrungen, die den Sport beschmutzen."

Er denke dabei "an Doping, an die Unehrlichkeit, an das Fehlen von Respekt für sich und die Gegner, an die Korruption", zitiert das offizielle Nachrichtenportal des Vatikanstaates den Papst, der allerdings auch auf die lange und enge Beziehung zwischen Sport und Kirche hinwies.

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"Insbesondere der Radsport ist eine der Sportarten, die einige der Tugenden am deutlichsten aufzeigen: das Ertragen der Mühen – beispielsweise bei den langen und schwierigen Steigungen, den Mut – beim Versuch, aus der Gruppe auszubrechen und voranzupreschen, die Integrität beim Befolgen der Regeln, den Altruismus und den Teamgeist", sagte Franziskus.

Beim Radsport müssten sich die Fahrer oftmals für den Erfolg ihres Kapitäns aufopfern, könnten aber auch selbst in eigenen Schwächephasen auf die Unterstützung der Teamkollegen zählen. "So ist es auch im Leben nötig, einen Geist von Altruismus, Großzügigkeit und Gemeinschaft zu pflegen, um denen zu helfen, die zurückbleiben und Hilfe dazu brauchen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen", sagte der Papst.

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