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Im ersten Rennen der ADAC GT Masters in Most holen Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde souverän den Sieg. Fabian Vettel bleibt punktlos.

Beim ersten Rennen des ADAC GT Masters in Most (Tschechien) lässt das Duo Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde der Konkurrenz keine Chance. Nachdem sich Niederhauser bereits die Pole-Position geholt hatte, nutzte er diese perfekte Ausgangslage, um vom Start weg die Weichen auf Sieg zu stellen.

Am Ende siegte sein Team HCB-Rutronik-Racing (Audi) mit vier Sekunden Vorsprung auf Orange 1 by GRT Grasser (Lamborghini) mit den Fahrern Christian Engelhart und Mirko Bortolotti. David Jahn und Sven Barth kamen für RWT Racing mit 4.684 Sekunden Rückstand auf Rang drei.

Timo Bernhard früh raus

Schon am Start zeigte Niederhauser sein ganzes Können und verteidigte Rang eins ohne größere Probleme. Andere Fahrer hatten da schon deutlich mehr Schwierigkeiten. Leidtragender der hektischen Startphase war Timo Bernhard, der mit drei anderen Wagen ins Kiesbett gedrückt wurde. Aber im Gegensatz zu seinen Konkurrenten konnte sich der Deutsche nicht mehr aus dem Kies befreien. Das Rennen war für ihn noch in der ersten Runde beendet.

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"Timo wurde unverschuldet in eine Kollision verwickelt, konnte überhaupt nichts machen. Es ist schwer in Worte zu fassen. Wir hatten ein gutes Qualifying. Aber jetzt stehen wir wieder mit leeren Händen da, das ist sehr bitter", fasste Küs Team75 Bernhard-Teammanager Klaus Graf das Geschehen zusammen.

Da wusste er noch nicht, dass es für sein Team noch schlimmer kommen würde. Gut sechs Minuten vor dem Ende musste mit Matteo Cairoli auch der zweite Bolide vorzeitig das Rennen beenden.

Auch Bortolotti mit Problemen

Für Bortolotti bewahrheitete sich in den ersten Kurven, was er nach der Qualifikation gegenüber SPORT1 gesagt hatte: Die Außenbahn hat nicht die ideale Ausgangslage geboten. In der ersten Schikane musste er über die Auslaufzone abkürzen. "Hinten rechts wurde ich getroffen. Deswegen war ich gezwungen, in der ersten Kurve abzukürzen. Glücklicherweise habe ich mich nicht gedreht."

Der Ausritt kostete zwar Zeit, doch die zweite Position konnte er behalten.

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Niederhauser/van der Linde nicht zu schlagen

Für Niederhauser jedoch lief alles gut. Der Schweizer führte das Feld souverän an und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Auch bei den Boxenstops lief alles rund und Kelvin van der Linde musste den Sieg nur noch nach Hause fahren.

"Das Auto war heute fabelhaft. Ich konnte eine Lücke schaffen und habe mich danach darauf konzentriert, keinen Fehler zu machen", erklärte Patric Niederhauser, für den es der erste Sieg im ADAC GT Masters war.

Durch den Sieg bauen Niederhauser und van der Linde ihre Führung in der Fahrerwertung weiter aus. Mit nun 58 Punkten liegen sie 16 Punkte vor Robert Renauer (Deutschland) und Thomas Preining (Österreich). (SERVICE: ADAC GT Masters im SPORT1-Datencenter)

Vettel weiter punktlos

Rennfahrer Fabian Vettel (20), der jüngere Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel (31), hat auch in seinem dritten Rennen im ADAC GT Masters die Punkteränge verpasst. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Philip Ellis (Großbritannien) landete Vettel im Mercedes-AMG GT3 im ersten Rennen in Most auf dem 16. Platz. Die bestplatzierten 15 Fahrzeuge werden mit Punkten belohnt.

Am Sonntag kann er einen neuen Angriff auf die Punkteränge starten. Um 10.00 Uhr beginnt das Qualifying zum zweiten Rennen (LIVE im SPORT1-LIVESTREAM). Das Rennen findet um 14.40 Uhr statt (LIVE auf SPORT1 im TV und im LIVESTREAM)

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