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Dominik Fugel triumphiert im vorletzten Saisonrennen auf dem Sachsenring - Top Drei in der Tabelle vor Titelshowdown am Sonntag innerhalb von vier Punkten

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Heimsieg für Lokalmatador Dominik Fugel: Der 22-jährige Chemnitzer hat das vorletzte Saisonrennen auf dem Sachsenring gewonnen und damit sein bislang schon sehr starkes Wochenende gekrönt. Hinter dem Honda Civic TCR-Piloten kamen Antti Buri im Audi RS3 LMS, Mike Halder in einem weiterem Honda Civic TCR und Harald Proczyk im Hyundai i30 N TCR ins Ziel.

Tabellenführer Max Hesse wurde im Hyundai i30 N TCR Achter - vor dem letzten Saisonlauf am Sonntag (11.00 Uhr) ist die Meisterschaft damit weiter komplett offen.

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Max Hesse hat 398 Punkte auf dem Konto, ihm sitzen Titelverteidiger Harald Proczyk (395) und Antti Buri (394) im Nacken. Auch Mike Halder (370) hat noch Titelchancen. In der Honda Junior Challenge steht Mike Halders Schwester Michelle nun dicht vor dem Titel. Sie kam als Fünfte ins Ziel und war damit erneut beste Juniorin - vor dem letzten Saisonrennen hat sie ihren Vorsprung in dieser Wertung auf 9,5 Punkte auf Audi-Pilot Rene Kircher (ausgebaut.

Fugel gut vom Start weg

"Es hat schon gestern im Qualifying angefangen, wir hatten eine unglaubliche Pace", jubelte Fugel. "Jetzt im Rennen habe ich einen guten Start gehabt und die Position nicht mehr abgegeben. Ein tolles Gefühl, zu Hause zu gewinnen", so der Chemnitzer: "Am Ende hat Antti Druck gemacht und war etwas schneller. Aber ich konnte trotzdem vor ihm bleiben und bin froh, dass es mit dem Sieg geklappt hat."

Während Fugel bereits beim Start gut wegkam, musste sein Teamkollege Halder direkt die Angriffe von Antti Buri abwehren. Doch der Finne zog noch in den ersten Kurven vorbei und nahm die Verfolgung Fugels auf. Dahinter fand Halder schnell zu seinem Rhythmus und verteidigte Rang drei. Proczyk folgte auf Platz vier vor Hesse, die beiden Hyundai-Piloten konnten dem hohen Tempo an der Spitze jedoch nicht ganz folgen.

Während sich das Spitzentrio vorne etwas absetzte, lieferten sich die Verfolger im Mittelfeld viele spannende Duelle. Dabei kam Junior Mitchell Cheah (20, Malaysia, VW Team Oettinger) mit seinem VW Golf GTI TCR von der Strecke ab und rutschte in den Kies. Um seinen Wagen zu bergen, kam das Safety-Car auf die Strecke, und das Feld rückte wieder eng zusammen.

Fugel beherrscht auch Restart

Knapp fünf Minuten später erfolgte der Restart - und wieder behauptete Fugel seine Führungsposition stark. Dahinter reihten sich wie bereits vor der Safety-Car-Phase wieder Antti Buri, Mike Halder, Harald Proczyk und Max Hesse ein. Wieder setzte sich das Spitzentrio ab, doch während Proczyk seinen vierten Platz behauptete, konnte Hesse nicht mehr ganz folgen.

So verlor der Tabellenführer zunächst seinen fünften Platz an die herannahenden Verfolger und rettete am Ende immerhin den achten Platz ins Ziel. An der Spitze rückte Antti Buri immer näher an Dominik Fugel heran, er fand jedoch keinen Weg mehr an dem Honda-Piloten vorbei.

Auf den Plätzen sechs und sieben kamen die beiden Cupra TCR-Piloten Pascal Eberl und Julien Apotheloz ins Ziel. Hinter Hesse komplettierten Theo Coicaud im Hyundai i30 N TCR und Gaststarter Sami Taoufik (im Audi RS3 LMS auf Platz die Top 10.

Die Entscheidung in der vierten Saison der ADAC TCR Germany fällt somit im letzten Saisonrennen am Sonntag. In diesem wird Gaststarter Philipp Regensperger mit seinem Opel Astra TCR auf der Pole-Position stehen. Max Hesse geht von Platz fünf ins letzte Saisonrennen, Antti Buri von Platz sieben vor Proczyk (acht), Mike Halder (neun) und Dominik Fugel (zehn).

SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC ADAC TCR Germany im TV, online sind sie bei SPORT1.de zu sehen.

Weitere Stimmen zum Rennen

Antti Buri (2.): "Das war ein tolles Rennen. Ich wollte Fugel unbedingt noch überholen, das wären sehr wichtige Punkte gewesen. Aber ich hatte keine Chance, wir waren gleichauf. Er war in manchen Bereichen schneller, ich in anderen. So gab es keinen Weg mehr an ihm vorbei. Das Auto lief super, das stimmt mich sehr positiv für morgen."

Mike Halder (3.): "Ich hatte einen guten Start und habe nicht damit gerechnet, dass Antti direkt eine Attacke setzt. Da bin ich etwas überrascht worden. Das war mehr Fehler, aber am Ende bin ich guter Dritter geworden. Ich habe jetzt nichts mehr zu verlieren und gebe volle Attacke. Ich sehe, dass ich morgen so weit wie möglich nach vorne komme. Und der Rest wird sich dann zeigen."

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