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Rene Rast weiß mittlerweile, wie der Hase im Verlauf einer DTM-Saison läuft
Rene Rast weiß mittlerweile, wie der Hase im Verlauf einer DTM-Saison läuft © Audi
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Titelfavorit Rene Rast in der DTM-Saison 2019 nicht nur auf Siege aus - Entscheidet am Ende die Zuverlässigkeit?

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Audi-Pilot Rene Rast ist auch in seiner dritten, vollen DTM-Saison wieder auf Titeljagd, nachdem der Rookie-Champion des Jahres 2017 im Vorjahr um vier Punkte an der Krone scheiterte. Der aktuelle DTM-Leader hat dafür eine spezielle Strategie, wie er 'Motorsport-Total.com' verrät.

"Du kannst auch in einem schlechten Rennen immer noch irgendwie in die Punkte fahren", stellt er klar. "Die vier Aston Martins sind nicht alle in der Lage, in die Punkte zu fahren. Das heißt, wenn du irgendwie durchkommst, der eine oder andere ausfällt, kannst du selbst in einem schlechten Rennen noch punkten."

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Die Aston-Martin-Boliden von R-Motorsport waren im bisherigen Verlauf der Saison tatsächlich die anfälligsten Autos. Sie hatten jedoch auch die wenigste Vorbereitungszeit. Auch die Audi-Kundenautos von WRT fahren bisher noch nicht bei jedem Rennen auf Spitzenniveau. Dennoch sind auch Audi und BMW nicht vor Kinderkrankheiten, die der neue Turbo-Motor mit sich bringt, gefeit. Rast selbst hatte an den ersten beiden Rennwochenenden schon zwei technisch bedingte Ausfälle.

Keine Rast-Saison ohne Rückschläge

"Ein Ausfall ist immer ärgerlich", so Rast. "Von dem her: Wenn man am Ende des Jahres oben stehen will, muss man jeden Punkt mitnehmen. Wie ich in den letzten zwei Jahren gemerkt habe."

Tatsächlich verlief für Rast, der 2016 als Ersatzmann von Adrien Tambay in die DTM kam, bereits die Debüt-Saison 2017 nicht geradlinig, obwohl er bereits am dritten Rennwochenende den ersten Sieg holte. Die einzige Konstante: Seine Qualifying-Performance. Dank der Zähler für die drei Schnellsten im Qualifying holte er 17 seiner 179 Punkte schon bevor die Rennen überhaupt gestartet waren.

2018 wendete sich das Blatt. Wegen Audis anfänglicher Schwierigkeiten fing die Saison für ihn erst mit dem Sieg beim zehnten Rennen in Zandvoort so richtig an. Auch die Qualifying-Performance litt darunter. Mercedes-Konkurrent Gary Paffett holte in dieser Disziplin zwölf Punkte mehr und wurde Meister.

Rast warnt vor Zuverlässigkeit

In der laufenden Saison schaffte es Rast in zehn gefahrenen Rennen bereits acht Mal in die Top 3 der Startaufstellung. Zusammen mit den drei Siegen und drei weiteren Podestplätzen macht ihn das mal wieder zum Gesamtführenden. Seine Taktik, die verkorksten Rennen zumindest in den Punkten zu beenden, setzte er zuletzt konsequent um.

In Assen musste er am Sonntag wegen Reifenproblemen einen zweiten Stopp einlegen und fuhr trotzdem noch von Platz 13 auf Rang fünf nach vorne, nachdem er am Vortag gegen Marco Wittmann bei Regen kein Harakiri-Manöver riskierte und so einen möglichen Sieg opferte. Und auch auf dem Norisring gelang es ihm im Sonntagsrennen, noch auf Platz sieben zu kommen, nachdem er in der Anfangsphase von seinem Markenkollegen Nico Müller umgedreht worden war.

Denn ein punkteloses Rennen droht dieses Jahr wegen der Technik jederzeit. "Es kann immer mal wieder ein Sensor oder was anderes abschmieren durch die Vibrationen, die einfach auftauchen", ist Rast gewarnt. "Mit den Laufkilometern kann sich da schon was losvibrieren. Man muss natürlich immer schauen, wie lang man gewisse Teile im Auto lassen kann, bis sie sich sozusagen auseinandervibrieren. Das gilt es jetzt auszuloten."

© Motorsport-Total.com

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